Hinterher ist man immer klüger. „Den zwei Punkten rennen wir jetzt hinterher“, sagte Sebastian Rode nach dem enttäuschenden 0:0 der Eintracht gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth. Für den Frankfurter Kapitän war die Nullnummer gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten „schon sehr enttäuschend“. Die Möglichkeit, den Rückstand auf die am Samstag zu Hause gegen Bochum unterlegenen Hoffenheimer an diesem 28. Spieltag zu verkürzen, ist damit vergeben.

Die Eintracht, auf Platz neun im aktuellen Bundesliga-Ranking abgerutscht, liegt sechs Spieltage vor Ultimo fünf Punkte hinter den Kraichgauern, die es ebenso wie die Frankfurter nach Europa zieht. Mag die Eintracht auch dem Kracher gegen den FC Barcelona in der Europa League am kommenden Donnerstag entgegenfiebern und mit ihren Vorbereitungen darauf nach dem freien Montag am Dienstag beginnen: Ihre Hausaufgaben bei der Generalprobe gegen Greuther Fürth hat sie am Samstag nicht gemacht. „Gegen den Letzten musst Du gewinnen“, sagte Rode und wusste: „Die Fürther haben sehr kompakt gestanden.“

Stefan Leitl, der Trainer der Franken, sprach nach dem 0:0 von einem „tollen Fight“ und „getrübter Freude“ und einem „sehr teuer erkämpften Punkt“, denn sein Spieler Marco Meyerhöfer hatte sich in der 87. Minute in einer höchst unglücklichen Aktion mit dem hereingerutschten Jens Petter Hauge eine schwere Verletzung zugezogen. Auch Eintracht-Mannschaftsarzt Prof. Florian Pfab leistete sofort medizinische Ersthilfe, für die sich der geschockte Leitl sehr bedankte. Meyerhöfer wurde zur weiteren Behandlung in ein Frankfurter Krankenhaus gefahren.

Trapp in bestechender Form

Das Spruchband war okay. „Die Kurve ist zurück – lang lebe Eintracht Frankfurt.“ Die folgende Aktion der Fans jedoch, die sich erstmals seit zwei Jahren wieder vollzählig in der Nordwestkurve eingefunden hatten, war es nicht. Bengalos und Böller – es war zu Spielbeginn die falsche Antwort des Anhangs. Die richtige Antwort auf dem Platz wollte die von ihr unterstützte Mannschaft geben. Doch von beherztem, erfrischendem Angriffsfußball war erst mal nichts zu sehen. Die Eintracht tat sich gegen den Tabellenletzten ungemein schwer, und als es einmal gelang, die Defensive der Franken mit einem Pass auszuhebeln, wie dies Rafael Borré ansehnlich gelang, fehlte Daichi Kamada zum wiederholten Mal Fortüne und Klasse, um mehr aus dieser ansprechenden Situation zu machen (13. Spielminute).

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link