Fritz Walter, Ottmar Walter, Horst Eckel, Werner Liebrich, Werner Kohlmeyer, fünf deutsche Weltmeister beim Wunder von Bern 1954, dazu Andreas Brehme, der Weltmeister von 1990, und andere Ikonen wie Michael Ballack, Mario Basler, Hans-Peter Briegel, Miroslav Klose oder Stefan Kuntz haben über Jahrzehnte das Profil des 1. FC Kaiserslautern zwischen hoher Spielkunst und unbändiger Kampfeslust geprägt. Der Klub aus der Pfalz gewann viermal die Meisterschaft und zweimal den Pokalwettbewerb – und stürzte 2018 in die dritte Liga ab.

Hans-Jürgen („Dixie“) Dörner, Klaus Sammer und sein Sohn Matthias, Reinhard Häfner, Ralf Minge, Torsten Gütschow oder Ulf Kirsten waren zu ihrer Zeit als Spieler Prot­agonisten der SG Dynamo Dresden, die zu DDR-Zeiten achtmal Meister und siebenmal Pokalsieger wurde. Nun muss der Klub darum kämpfen, nicht zum vierten Mal in die dritte Liga abzurutschen. Und das in einem Zweiteiler, der eiserne Nerven und die größte Entschlossenheit verlangt.

Am Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Fußball-Bundesliga, bei SAT.1 und Sky) beginnt die Relegation mit dem Duell zwischen dem Drittliga-Dritten und Zweitliga-Drittletzten im Fritz-Walter-Stadion. Und es ist symptomatisch für diesen Zweikampf, dass beide Vereine zuletzt ziemlich fußlahm daherkamen. Vor allem die Dresdner, die in der Zweitliga-Rückrunde kein Spiel gewinnen konnten.

Auch der im März gekommene Trainer Guerino Capretti, der Alexander Schmidt beerbte, schaffte bisher nicht die Trendwende bei den Sachsen, die er auf Platz 14 übernahm. Was jetzt für den 40 Jahre alten Deutsch-Italiener spricht, ist seine Erfahrung mit Alles-oder-nichts-Spielen. 2020 stieg er mit dem SC Verl gegen Lokomotive Leipzig in die dritte Liga auf.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link