Stefan Hofmann ist immer noch 58 Jahre alt, auch wenn er sich am vorigen Samstag eine bisschen älter gefühlt hat. Ja, sagt der Vorsitzende des FSV Mainz 05, ein Spiel wie das in Köln, das die Mannschaft nach einer Zweitoreführung innerhalb der letzten halben Stunde noch verlor, nerve ihn als Zuschauer.

Doch Hofmann kann solche Ereignisse differenziert betrachten, weil er einen anderen Blick auf die Entwicklung wirft als der normale Fan. Und was er sieht, sind ein Trainer mit hohen Ansprüchen und ein Kader, der diesen Ansprüchen zumindest im eigenen Stadion so sehr gerecht wird, dass Abstiegskampf in dieser Saison kein Thema ist. Alles in allem sei das ein „sehr stabiles Fundament“.

Auf dieser Basis sind die Rheinhessen, die an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) Stuttgart empfangen, in der laufenden Spielzeit nie hinter das gesicherte Mittelfeld zurückgefallen. Damit können die Verantwortlichen allem Anschein nach gut leben; Sorge, dass daraus ein graues Mittelfeld werden könnte, verspüren sie offenbar nicht.

Fragt man Hofmann, wofür der Verein in der Bundesliga steht, antwortet er: „Für eine bestimmte Art von Fußball, und ich bin extrem froh darüber, dass wir das von uns behaupten können. Wenn Zuschauer in unser Stadion kommen, dann wissen sie relativ klar, welchen Fußball dieses Team und der Trainer spielen wollen. Sie werden Mainz-05-Fußball sehen. Das ist der Kern, den wir mit Bo Svensson an der Spitze Gott sei Dank wieder herausgearbeitet haben.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link