Die Bayern sind historischer Zehn-Jahres-Meister. In einem umkämpften, aber nicht hochklassigen Bundesliga-Topspiel gegen den ewigen Rivalen Borussia Dortmund bestätigten die Münchner mit einem 3:1 (2:0) ihre nun schon seit 2013 anhaltende Vormachtstellung im deutschen Fußball. Der zehnte Meistertitel nacheinander wird der einzige Ertrag in einer Saison bleiben, die für den FC Bayern in Champions League und DFB-Pokal mit dem Ausscheiden gegen den FC Villarreal und Borussia Mönchengladbach mit großen Enttäuschungen endete.

Die Offensivkräfte Serge Gnabry (15. Minute), Robert Lewandowski (34.) und der eingewechselte Jamal Musiala (83.) erzielten am Samstagabend die Bayern-Tore vor 75.000 Zuschauern in der Arena. Der BVB um den lange unsichtbaren Torjäger Erling Haaland zeigte sich erst nach der Pause auf Augenhöhe: Nach Foul von Joshua Kimmich an Marco Reus traf Emre Can vom Elfmeterpunkt (52.).

Direkt danach kam Kapitän Reus dem Ausgleich zweimal nahe: Einmal scheiterte der Dortmunder an Nationaltorwart Manuel Neuer (54.), dann stoppte ihn Bayern-Verteidiger Lucas Hernández in höchster Not (55.).

Schon vor dem Schlusspfiff hallte ein Jubelruf der glücklichen Bayern-Fans durch die Arena: „Deutscher Meister wird nur der FCB!“ Drei Spieltage vor Saisonende liegen die Bayern mit zwölf Punkten Vorsprung auf Dortmund uneinholbar auf Platz eins. Julian Nagelsmann verewigte sich mit 34 Jahren als zweitjüngster Meistertrainer in der Bundesliga-Historie. Nur Matthias Sammer war beim BVB-Triumph 2002 einige Tage jünger.

Elf Tage nach dem Frust-K.o. in der Champions League gegen Villarreal wollten die Bayern wenigstens im letzten großen Spiel der Saison nochmal ein Zeichen setzen und die eigenen Fans erfreuen. Die größere Entschlossenheit führte auf die Erfolgsspur. Zudem hatte der nun 32-malige deutsche Meister bei seinen Toren recht leichtes Spiel.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link