Nach einem dramatischen Finale ist das historische Ziel erreicht: Die Associazione Calcio Monza, gegründet 1912, ist zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte erstklassig. Das erste Finalspiel um den letzten von drei Aufstiegsplätzen in die Serie A hatte die AC Monza am Donnerstagabend im eigenen Stadion 2:1 gewonnen, wobei dem SC Pisa das Gegentor erst in der dritten Minute der Nachspielzeit gelungen war.

Matthias Rüb

Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

Beim Rückspiel am Sonntagabend in der Toskana aber schoss Pisa zwei Tore in den ersten neun Minuten. Aus einem eigentlich beruhigenden Vorsprung von zwei Toren für Monza war in kumuliert kaum zehn Minuten ein Rückstand geworden. Und Pisa drückte weiter. Monza-Torhüter Michele Di Gregorio, von den Pisa-Ultras in der Nordkurve nachhaltig beschimpft und gelegentlich beworfen, zeigte eine Unsicherheit nach der anderen. Das Aluminium und seine Verteidiger bewahrten den überforderten Schlussmann vor dem finalen Untergang.

Steckten den Schock weg

Und dann kam die Wende. Nein, kamen gleich mehrere Wenden. Monza gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer, ehe der schon im Hinspiel treffsichere dänische Stoßstürmer Christian Gytkjær zehn Minuten vor Schluss den Ausgleich erzielte und damit den Lombarden den Aufstieg zu sichern schien.

Nur dass Pisa abermals in der Nachspielzeit ein Tor erzielte und mit dem 3:2 die Verlängerung erzwang (die Auswärtstorregel gilt in Italien bei Play-offs nicht). Und wieder steckten die von einer langen Saison, einem neuerlichen Rückschlag kurz vor dem Schlusspfiff sowie den hochsommerlichen Temperaturen in Pisa sichtlich gezeichneten Spieler aus Monza den Schock weg. Und machten mit zwei Toren (zuletzt abermals Gytkjær) in der ersten Halbzeit der Verlängerung zum 3:4-Endstand alles klar.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link