Der Schlussstrich unter eine Beziehung, die bei weitem nicht hielt, was sich mancher Beteiligter von ihr vor zwei Jahren versprochen hatte, kam früher als gedacht: Die Wege von Andreas Möller und der Eintracht werden sich schon an diesem Donnerstag trennen. Am 1. April vollzieht der Klub den ursprünglich für den Sommer geplanten Führungswechsel in seinem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ).

Auf Wunsch des Arbeitgebers wird der Angestellte Möller seinen Posten räumen und Platz machen für Nachfolger Alexander Richter. Der 51-Jährige kommt vom VfL Bochum – und gilt als Wunschkandidat für den verantwortungsvollen Posten am Riederwald, wo künftig die Qualität der Ausbildung gesteigert werden soll, so dass mehr Talenten der Sprung in den Profikader glückt.

Möllers im Sommer auslaufender Vertrag war nicht verlängert worden – offiziell auf Betreiben des früheren Nationalspielers, der verkündete, „sich wieder vorrangig privaten Dingen widmen“ zu wollen. Möller war im Herbst 2019 auf Initiative Fredi Bobics ernannt worden, der mittlerweile zu Hertha BSC weitergezogen ist und danach die ehemaligen Frankfurter Nachwuchscoaches Jerome Polenz und Thomas Broich an die Spree lockte.

Bobic hatte sich für Möller stark gemacht, dessen Rückkehr von zahlreichen Fans skeptisch gesehen wurde. Ihnen war der heute 54-Jährige ein Dorn im Auge, weil er sich nach seiner aktiven Karriere abschätzig über die Eintracht geäußert hatte. Bei seinem Antritt verkündete Möller, seinen Ruf durch Taten aufzubessern. Nach nicht einmal drei Jahren ist es damit vorbei.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link