Das Strahlen hatte sie in ihrem Gesicht konserviert. Es blieb, während ihre Mitspielerinnen von der Eintracht sie noch auf dem Rasen immer wieder beglückwünschten und hochleben ließen. Anna Aehling beschrieb den größten Moment ihrer bisherigen Fußballerinnenkarriere so: „Die Flanke kam perfekt, und dann kam eins zum anderen.“ Sekunden später nach ihrem Volltreffer per formvollendetem Flugkopfball wusste die Bundesliga-Debütantin indes nicht mehr, wo oben und wo unten ist: Die gesamte Eintracht-Mannschaft hatte sich jubelnd auf sie gestürzt.

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Die Bedeutung dieses Tores, ja die große Bedeutung des gesamten Spiels sprach am Samstagnachmittag aus vielen Aktionen und Emotionen der Eintracht-Frauen. Nicht weniger als das Gelingen der gesamten Runde stand im Stadion am Brentanobad auf dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim.

Eine Niederlage gegen die vor Anpfiff mit drei Punkten Vorsprung auf Rang drei rangierenden Kraichgauerinnen – und das Rennen um den Champions- League-Platz hätte eine Vorentscheidung erfahren. „Wir können alle rechnen“, hatte Interimskapitänin Laura Feiersinger betont. Nach dem 3:2-Erfolg durch Anna Aehlings späten Siegtreffer (86.) liegen die Frankfurterinnen wieder voll auf Kurs. „Unser Mannschaftswille war stärker als der der Hoffenheimer“, sagte Aehling nach ihrem erinnerungswürdigen Debüt im SGE-Trikot.

Schlechter Start ins Spitzenspiel

Im Januar war die 20-Jährige aus dem amerikanischen Collegefußball – sie spielte für die Indiana University – in den Frankfurter Bundesligabetrieb eingestiegen. In der 60. Minute gegen Hoffenheim begann dann der erste Auftritt der Defensivspielerin, der direkt ein großer werden sollte. Bei ihrer Einwechslung, sagt Trainer Niko Arnautis, habe er dem Neuzugang „viel Spaß gewünscht“ und auch aufgetragen, bei Standardsituationen mit vorne rein zu rücken. Das entscheidende Tor entsprang einer Freistoßflanke. In der zweiten Halbzeit hätte die Mannschaft, so Aehling, „den Kopf ein Stück weit ausgeschaltet“. Was in einer wilden Schlussphase letztlich den in Summe verdienten, aber im Zustandekommen auch glücklichen Sieg bescherte.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link