Der Aufstieg ist atemraubend. Im Januar noch hat Ansgar Knauff in Borussia Dortmunds zweiter Mannschaft in der dritten Liga gespielt. Und jetzt ist er nur noch einen Schritt von der Champions League entfernt. Eigentlich kaum zu glauben.

Doch es stimmt. Seitdem der 20 Jahre alte Angreifer die Trikotfarbe von Schwarz-Gelb zu Schwarz-Rot gewechselt hat und einen Adler auf der Brust hat, ist es mit ihm kometengleich aufwärtsgegangen. Ende Februar, beim 0:1 zu Hause gegen Dauermeister FC Bayern München, beorderte ihn sein neuer Trainer Oliver Glasner erstmals in die Frankfurter Startelf. Seitdem ist Knauff bei der Eintracht nicht mehr wegzudenken.

Bis Mitte 2023 hat sich Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche auf eine entsprechende Vereinbarung mit den Verantwortlichen des BVB geeinigt. Der Gedanke: Knauff sollte mehr Spielpraxis bekommen. Daraus geworden ist die Geschichte eines unbeirrt und zielstrebig seinen Weg machenden Fußballprofis, dem Glasner „eine tolle Karriere“ prophezeit. Eine gewagte Prognose ist dies nicht, denn wer es versteht, auf europäischer Bühne sowohl gegen den FC Barcelona als auch gegen West Ham United jeweils ein Tor zu erzielen und zudem noch als Vorbereiter zu glänzen, dem liegt die große Fußballwelt zu Füßen.

Knauff ist einer aus dem famosen Eintracht-Ensemble, das sich gerade in der Europa League zu Höchstleistungen anspornt und die Fans verzückt. Unbekümmert, selbstbewusst, draufgängerisch: Der zunächst bei der Spielvereinigung Göttingen ausgebildete Südniedersachse hat sich in Frankfurt unverzichtbar gemacht. An diesem Samstag, zum Ausklang der sportlich für die Eintracht ernüchternd verlaufenen Bundesligasaison, wird er bei der Auswärtspartie beim Rhein-Main-Nachbarn Mainz 05 (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga sowie bei Sky) ebenso in der Startelf stehen wie auch am Mittwoch beim wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte: dem Finale in der Europa League gegen die Glasgow Rangers (21 Uhr).

Knauff als belebender Frischefaktor

Auch Knauff gehörte zuletzt zu den Frankfurter Fußballprofis, die den Weg nach Sevilla auch stofflich dokumentiert haben. Nach dem 1:0-Sieg im Halbfinalrückspiel gegen die Engländer von West Ham dauerte es nicht lange, bis die Final-T-Shirts mit der Aufschrift „Sevilljaaaa in diesem Jahr“ übergestreift waren.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link