Es war kein Hilferuf. Aber der Aufruf von Xavi in der Frankfurter WM-Arena an die eigene Kundschaft in Spanien hatte eine ziemliche Aussagekraft. Barcelonas Trainer bat nach dem 1:1 am Donnerstagabend gegen die Eintracht die eigenen Anhänger um Unterstützung für das Europa-League-Rückspiel am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei RTL) im Camp Nou. „Ich hoffe, dass die Fans zahlreich erscheinen. Es wird günstig sein, wenn viele kommen“, sagte Xavi. „Wir brauchen einen Hexenkessel.“

Seinen emotionalen Worten war zu entnehmen, dass der Fußball-Riese aus Katalonien die Aufgabe, in das Halbfinale des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs einzuziehen, nicht als Kleinigkeit erachtet. Der große Favorit will und muss im zweiten Duell mit dem ambitionierten Herausforderer alle Kräfte mobilisieren, um seinen hohen Ansprüchen zu genügen. „Das wird ein kompliziertes Spiel“, glaubt Xavi, der die Frankfurter nach der Galavorstellung gegen den Giganten als „sehr starken Gegner“ einordnete.

„Es war nicht einfach. Das war ein wertvolles Unentschieden. Es ist ein gutes Ergebnis für uns angesichts des Spiels, das wir gemacht haben.“ Die selbstkritische Einschätzung des prominenten Barça-Trainers, der seiner Mannschaft ein „schlechtes Spiel“ attestierte, verdeutlicht, wie „schwer“ die mit viel Leidenschaft spielenden Frankfurter dem Renommierklub das Leben gemacht hatten.

„Die Stimmung war unglaublich“

Eintracht und Europa League – das ist eine Erfolgsbeziehung. Eine, die nicht enden will und die jedes Mal aufs Neue belebt wird. Im mit 48.000 Zuschauern gefüllten Hexenkessel in Frankfurt – „die Stimmung war unglaublich“ (Xavi) – war selbst Barcelona keine Nummer zu groß für die Hessen, die sich auf hohem Niveau als konkurrenzfähig erwiesen. Die abermals mit ihrer Aufgabe gewachsen sind und die das nächste Ausrufezeichen auf der großen Bühne gesetzt haben.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link