Mario Götze hat den wichtigsten Titel, den ein Fußballspieler auf diesem Planeten holen kann, früh in seiner Karriere gewonnen. Er war gerade 22 Jahre alt, als er 2014 im Finale der Weltmeisterschaft gegen Argentinien das einzige Tor der Partie für Deutschland erzielte. In der Nationalmannschaft spielt Götze, inzwischen 29 Jahre alt, schon länger keine Rolle mehr. Doch er hat, so verriet er es in mehreren Interviews, immer noch einen Titeltraum: Er möchte die Champions League gewinnen.

Tobias Rabe

Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

Der Weg dahin ist weit. Denn nach unglücklichen Jahren beim FC Bayern und der auch nicht gerade gelungenen Rückkehr zu Borussia Dortmund ist Götze nun bei der PSV Eindhoven gelandet. Und die spielt nicht in der Champions League. Auch nicht in der Europa League. Sondern in der neuen Europa Conference League – dritte Liga unter den Europapokalen. Und auch dort wird sich sein Wunsch nach einer Trophäe nicht erfüllen, zumindest nicht in dieser Saison.

Das liegt weniger an Götze. Der spielte stark im Rückspiel des Viertelfinales am Donnerstagabend. Doch auch die gute Vorstellung des früheren Weltmeisters konnte das Aus nicht verhindern. Götze bereitete bei der 1:2-Niederlage im eigenen Stadion gegen den Premier-League-Verein Leicester City den Führungstreffer durch Era Zahavi (27. Minute) vor. Dank der Tore durch James Maddison (77.) und Ricardo Pereira (88.) schafften die Engländer jedoch die Wende. Im Hinspiel in Leicester hatten sich beide Teams torlos getrennt.

Götze überzeugte vor allem vor der Pause als Ideen- und Taktgeber in der Mannschaft des deutschen Trainers Roger Schmidt, der den Verein nach dieser Saison verlassen will. Es steht ein Wechsel zu Benfica Lissabon im Raum. Nach der Halbzeitpause drängte Leicester auf den Ausgleich und setzte die Abwehr um den früheren Augsburger Philipp Max unter Druck. Drei Minuten nach der Auswechselung des erschöpften Deutschen gelang Maddison der Ausgleich, elf Minuten später schaffte Ricardo Pereira den verdienten Siegtreffer und ließ den niederländischen Traum jäh platzen.

Leicester trifft im Halbfinale am 28. April und am 5. Mai auf die AS Rom, die sich gegen das Überraschungsteam Bodö/Glimt im eigenen Stadion klar mit 4:0 (3:0) durchsetzte. Das Hinspiel war noch mit 2:1 an die Norweger gegangen. Ebenfalls im Halbfinale steht Eindhovens Ligakonkurrent Feyenoord Rotterdam. Die Niederländer siegten bei Slavia Prag mit 3:1. Im Hinspiel hatten sich die Teams 3:3 getrennt. Die Runde der letzten vier Teams komplettiert Olympique Marseille, das beim 1:0 bei PAOK Saloniki auch das zweite Duell mit den Griechen gewann (Hinspiel: 2:1). Das Endspiel findet am 25. Mai in Tirana in Albanien statt.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link