Die Leverkusener wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten: Anerkennend klatschten die Bayer-Fußballprofis mit ihrem Keeper Lukas Hradecky nach einem mitreißenden Spiel ab. Auf den Tribünen des Fußball-Tempels von Atalanta Bergamo tanzten derweil die italienischen Fans. In einem packenden Achtelfinal-Hinspiel der Europa League in Norditalien hat sich der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga mit 2:3 (1:2) geschlagen geben müssen, aber noch Chancen auf die nächste Runde. „Ein wilder Ritt, würde ich sagen“, betonte Bayer-Coach Gerardo Seoane bei RTL: „Ein Wechselbad der Gefühle.“

Seine Mannschaft ging an diesem Fußballabend durch Charles Aránguiz schon in der elften Minute in Führung. Mit zwei Toren in weniger als 120 Sekunden drehten die Gastgeber am Donnerstag aber die Partie: Der ukrainische Nationalspieler Ruslan Malinowski (23.) und Luis Muriel (25.) trafen für Bergamo. Kurz nach dem Seitenwechsel legte Matchwinner Muriel noch seinen zweiten Treffer nach (49.).

„Atlanta hat nie nachgelassen“, betonte Seoane. In eine Druckphase Bergamos hinein sorgte Moussa Diaby mit seinem Anschlusstor (63.) für eine ordentliche Ausgangsposition der Rheinländer. „Es ist alles offen. Es wird wieder eine enge Kiste“, betonte der Bayer-Coach. Dass es die Auswärtstorregel nicht mehr gebe, sei angesichts der beiden Bayer-Tore „scheiße“, befand Keeper Hradecky.

Warum Seoane einen sehr guten Start in der Anfangsviertelstunde angemahnt hatte, wurde vom Anpfiff an mehr als deutlich. Atalanta versuchte angefeuert von den eigenen Fans, die Partie an sich zu reißen. Bayer ließ das aber nicht zu. Technisch genauso versiert, taktisch genauso stark, behauptete sich die Werkself nach dem 1:1 in der Bundesliga zuletzt gegen den FC Bayern auch gegen die italienischen Gastgeber und traf sogar mitten in deren Anfangs-Drangphase.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link