Eklat in der Fußball-Bundesliga: Wegen eines Becherwurfs ist am Freitagabend die Partie zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach abgebrochen worden. In der 68. Minute wurde Schiedsrichterassistent Christian Gittelmann von einem Getränkebecher am Kopf getroffen, der von einer Tribüne mit hauptsächlich Bochumer Fans geworfen wurde. Schiedsrichter Benjamin Cortus unterbrach daraufhin sofort die Partie. Später teilte der Stadionsprecher mit, dass die Partie abgebrochen wird. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:0 (0:0) für Gladbach. Nach dem Spielabbruch wurde Gittelmann ins Krankenhaus gebracht: „Unseres Wissen nach ist er zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht worden. Das Ergebnis liegt noch nicht vor“, sagte Bochums Pressesprecher Jens Fricke am späten Freitagabend im Ruhrstadion.

„Als erstes können wir uns nur in aller Form entschuldigen für den Vorfall“, sagte Bochums Sportdirektor Sebastian Schindzielorz im Streamingdienst DAZN und bezeichnete den Vorfall als „nicht akzeptabel“. Er wünschte Gittelmann gute Besserung bedauerte die Geschehnisse Vorfall. „Es ist natürlich sehr, sehr schade: Es ist das erste Mal, dass wir wieder vor 25.000 Zuschauern spielen können und das Spiel keinen sportlichen Ausgang findet“, sagte der Sportdirektor.

„Es macht kein gutes Bild, das muss man ganz klar sagen. Das gehört sich nicht. Es ist einfach ärgerlich, das muss man ganz klar sagen“, erklärte Gladbachs Sportchef Roland Virkus, der Gittelmann auch gute Besserung wünschte. Gittelmann hatte sich immer wieder die schmerzende Stelle am Kopf gerieben. Das Schiedsrichter-Gespann zog sich in die Katakomben des Stadions zurück. Es folgten kurz darauf auch die Gladbacher Spieler. Die Bochumer um Torhüter Manuel Riemann gingen zu den Anhängern und versuchten, energisch auf sie einzuwirken. Dann verließen auch sie das Spielfeld.

„Ihr schadet euch und dem Klub“

Mit Durchsagen hatte der Stadionsprecher schon zuvor immer wieder darauf hingewiesen, dass die Zuschauer das Werfen von Gegenständen unterlassen sollten. Es wirkte nicht. „Ihr schadet nicht nur euch, ihr schadet anderen und ihr schadet unserem Klub“, sagte der Stadionsprecher. Zunächst sangen die Fans beider Vereine noch, je länger die Unterbrechung dauerte, desto stiller wurde es im Stadion.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link