Ja, okay, zugegeben. Wir waren auch nicht so überzeugt von der Idee. Europa Conference League, wie das schon glimt. Äh, klingt. Aber vom Namen mal abgesehen, möchten wir es mit Billy Idol sagen: More, more, more.

Denn das Spiel des Europapokalabends – und diese Woche gab es nur einen wesentlichen Europapokalabend – war (jetzt ganz tapfer sein, Eintracht Frankfurt): Fotballklubben Bodø/Glimt gegen Associazione Sportiva Roma. Mag sein, dass unser Werturteil auch unter dem Eindruck der charmanten, von einem Schrägstrich getrennten skandinavischen Umlaut-Konsonanten-Kombination zustande kommt, die den Norwegern einen klaren Wettbewerbsvorteil einräumt. Wer da nicht aufpasst, schreibt mir nichts, dir nichts Bodo glimmt und stellt deutschlandweit erfolgreiche Nichtraucherambitionen infrage.

Nun aber zum Spiel: Nachdem die Norweger die Mourinho-Kicker in der Gruppenphase (nobody is perfect, Conference League!) aus der Ewigen Stadt mit einem Sieg für die Ewigkeit abgefrühstückt hatten (6:1), sagten die Norweger der Roma im Viertelfinal-Hinspiel nicht mit einem Tennis-Ergebnis Arrivederci: nur 2:1. Schade eigentlich. Schön war’s trotzdem. Das Siegtor schoss, in der 89. Minute, der Mann mit der Nummer 10: Hugo Vetlesen. Ein Name für die Ewigkeit. Vergessen wir Billy Idol. Wir sagen: møre, møre, møre.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link