Nach dem berauschenden Auftritt eine Woche vor dem Liga-Hit beim FC Bayern am kommenden Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) strahlte Trainer Marco Rose über das ganze Gesicht. „Tolles Wetter, tolle Stimmung, das hat Spaß gemacht und wer großartig. Ein tolles Gefühl, dass die Leute so glücklich nach Hause gehen“, sagte der Coach nach dem 6:1 (5:0) von Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg: „Über einzelne Spieler zu reden, macht heute gar keinen Sinn. Außer über Tom Rothe, und der will das nicht.“

Der 17-Jährige, der bei seinem unverhofften Bundesliga-Debüt mit dem Treffer in der 24. Minute das Torfestival einleitete, war in der Tat eine der Geschichten des Spiels, in dem die Dortmunder zur Pause so hoch führten wie noch nie in einem Bundesliga-Heimspiel. „Nicht so schlecht“, sagte der Teenager lachend, als er seinen Kopfball-Treffer beim Sky-Interview auf dem Bildschirm sah. Ostergeschenke brauche er nun nicht mehr: „Ich bin glücklich mit dem Spiel. Trotzdem freue ich mich auf das Eiersammeln mit der Familie.“

Während der BVB die Champions-League-Teilnahme bei zwölf Punkten Vorsprung und einer deutlich besseren Tordifferenz in vier Spielen nur noch rein theoretisch verspielen kann, wurde den Wolfsburgern grausam klar, dass sie trotz mindestens fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz noch nicht gerettet sind.

„In der ersten Halbzeit war das eine desolate Leistung in allen Belangen, die ein Fußball-Spiel erfordert“, sagte Trainer Florian Kohfeldt: „Ein Nackenschlag hat gereicht, um uns aus der Bahn zu werfen. Und das Problem ist leider nicht neu. Wir müssen uns jetzt drauf konzentrieren, die zwei Siege zu holen, die wir noch brauchen.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link