Dass es kein Kinderspiel werden würde, in kurzer Zeit von der Wolke sieben herabzusteigen und sogleich auf dem Boden der Bundesliga-Tatsachen die nächsten Hindernisse des Fußball-Alltags in Angriff zu nehmen, war allen Frankfurter Beteiligten bewusst. Doch die Entschlossenheit, mit der sie auch diese Belastungsprobe meisterten, verdeutlichte die Qualität, die in dem Team steckt und neuerdings immer deutlicher zum Vorschein kommt.

Drei Tage nach der Europapokal-Sternstunde gegen Betis Sevilla und rund 48 Stunden nachdem die Eintracht auf ihrem internationalen Streifzug mit dem FC Barcelona ein Traumlos zog, wartete mit dem Duell in Leipzig eine Herausforderung, die die Spieler von Oliver Glasner vor die schwierige Aufgabe stellte, abermals an ihre Leistungsgrenze gehen zu müssen, um die Chance zu wahren, auf die aussichtsreichen Plätze in der Tabelle vorzustoßen.

Und auch wenn kein weiterer Coup glückte, bewältigten sie das Kräftemessen beim 0:0 mit Bravour. Mit dem torlosen Remis gegen die Roten Bullen setzten die Hessen ihren Frühlingsblüte fort: In Sachsen absolvierte die Eintracht am Sonntag das fünfte Spiel in Folge, aus dem sie unbesiegt hervorging.

Die Frage, wie die Eintracht den emotionalen Ausnahmezustand mit ihrem Last-Minute-Happy-End gegen die Spanier verkraftet haben würde, beschäftigte auch Glasners Pendant Domenico Tedesco. Der Leipziger Coach mutmaßte vorab, das Highlight könne für einen zusätzlichen „Push“ sorgen und dem ohnehin körperlich sehr robusten Team dabei helfen, dass es „neue Kräfte entfalte“.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link