Ohne Neulinge, dafür mit einem stark auf die WM in Qatar ausgerichteten Aufgebot bestreitet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Auftakt der Nations League.

„Der Kader ist vom Stamm her das Maß aller Dinge“, betonte Bundestrainer Hansi Flick, „trotzdem hat jeder die Chance, sich reinzuspielen. Die Tür ist auf.“ Übrigens auch für Zweitliga-Schützenkönig Simon Terodde von Schalke 04, wie Flick bestätigte.

Für die Duelle mit Europameister Italien (4. und 14. Juni), EM-Finalist England (7.) und Ungarn (11.) (alle Spiele um 20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Nationalmannschaft und bei RTL) verzichtete er auf Überraschungen.

Im Vergleich zu den März-Länderspielen kehrt ein Bayern-Quartett mit Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry erwartungsgemäß in den 26er-Kader zurück. Auch Marco Reus, Karim Adeyemi, Jonas Hofmann, Lukas Klostermann und Torwart Oliver Baumann geben ihr Comeback.

Im Vergleich zum vergangenen Lehrgang finden Marc-Andre ter Stegen (geschont), Matthias Ginter, Christian Günter, Robin Koch, Julian Draxler (verletzt), Florian Neuhaus und Julian Weigl keine Berücksichtigung mehr. Florian Wirtz (Kreuzbandriss) muss passen, EM-Entdeckung Robin Gosens wurde nicht nominiert.

„Ich verstehe jeden, der enttäuscht ist“, sagte Flick. Seine Nominierungskriterien? „Wir haben den Spielern ganz klar gesagt, was wir erwarten: dass sie Spielpraxis und Rhythmus haben, dass sie eine Entwicklung machen.“

Der Lehrgang startet mit einem Kurz-Trainingslager ab Montag (bis 27. Mai) in Marbella, zu dem die Familien der Profis eingeladen sind. In den Spielen sieht Flick eine „tolle Chance zu zeigen, wie weit wir sind. Wir haben die Weltspitze im Blick.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link