Sebastian Kehl, designierter Nachfolger des scheidenden Sportdirektors Michael Zorc beim Fußball-Bundesligaverein Borussia Dortmund, sieht dem Abschied des norwegischen Toptorjägers Erling Haaland gelassen entgegen. Es werde zwar schwer, Haaland zu ersetzen, weil „wir diese Qualität auf diesem Niveau nun mal auch nicht einkaufen können“, sagte Kehl beim TV-Sender „Sky“: „Aber wir haben es immer wieder geschafft gute Lösungen zu finden in der Vergangenheit, auch einen Robert Lewandowski zu ersetzen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das im Sommer auch hinbekommen.“

Mit der Verpflichtung von Nationalspieler Karim Adeyemi sind Dortmunds Personalplanungen noch nicht abgeschlossen, das bestätigte Kehl bei Sky. Adeyemi sei „mit seinen Qualitäten einer, der uns deutlich bereichern wird. Aber die Wucht und die Körperlichkeit, die wir durch Erling Haaland verlieren werden – da machen wir uns gerade Gedanken, ob wir das auch auf einem anderen Weg kompensieren können.“

Der 21 Jahre alte Haaland war im Januar 2020 aus Salzburg zum BVB gekommen und wechselt nun zu Manchester City. In seiner ersten Saison in Dortmund erzielte er 41 Tore in 41 Pflichtspielen und wurde bester Torschütze der Champions League. Beim BVB hatte er für viereinhalb Jahre bis Mitte 2024 unterschrieben.

Dortmunds Urgestein Marcel Schmelzer beendet dagegen seine Fußball-Karriere. Der ehemalige Nationalspieler wird nach dieser Saison aufhören, wie der 34-Jährige am Donnerstag in einem Video bei Instagram mitteilte. „Leider haben mich in den letzten zwei Jahren immer wieder Verletzungen zurückgeworfen. In diesem Zusammenhang möchte ich mich beim BVB bedanken, dass ich meine Reha hier wieder absolvieren durfte. Ich weiß noch nicht, was kommt. Aber ich freue mich auf die Herausforderungen“, sagte Schmelzer, der am Samstag beim Saisonfinale gegen Hertha BSC (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) verabschiedet wird.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link