Trainer Jürgen Klopp will mit dem Champions-League-Finale seines FC Liverpool gegen Real Madrid am Samstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League, im ZDF und bei DAZN) in Paris auch ein Zeichen in Kriegszeiten setzen.

„Ich bin froh, dass das Spiel hier ist, aus Tausend Gründen“, sagte Klopp am Freitag mit Blick darauf, dass das Finale vom ursprünglichen Ort St. Petersburg nach Frankreich verlegt wurde.

„Der Krieg geht weiter und wir denken immer daran. Dass das Spiel trotzdem stattfindet, aber nicht in St. Petersburg, ist genau das richtige Zeichen, dass man an Russland abgeben musste“, sagte er: „Das Leben geht weiter, selbst, wenn man es zerstören will. Wir spielen dieses Finale für alle Menschen. Nicht nur, aber auch für die in der Ukraine.“

Derweil sorgt der Austausch des Rasens im Final-Stadion Stade de France für Diskussionen. „Irgendwer dachte, es sei eine gute Idee, den Rasen einen Tag vor dem Spiel auszutauschen. Das ist eine interessante Idee“, so Klopp. „Beide Teams spielen technisch, deshalb wäre es schön, wenn es der beste Platz der Welt wäre. Das ist er definitiv nicht.“

Klopp mahnte jedoch die Journalisten: „Mach bitte keiner die Geschichte, dass Klopp sich über den Rasen beschwert. Das trübt meine Vorfreude nicht um ein Prozent. Ich würde auch auf Beton spielen. Und wichtig ist, dass beide dieselben Voraussetzungen haben.“

Zurückhaltend reagiert Klopp auf die Spekulationen um einen Wechsel von Liverpool-Star Sadio Mane zum deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München. „Das ist nicht das erste Mal, dass vor einem wichtigen Spiel in meiner Karriere Bayern-Gerüchte aufkommen. Das ist der falsche Moment, darüber zu sprechen. Wo auch immer er nächste Saison spielen wird – er wird definitiv ein großartiger Spieler sein“, so Klopp.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link