Sie sind in den Augen eingefleischter Fußball-Fans sowieso peinlich. Schönwetter-Zuschauer, die ihre Plätze verlassen, bevor der Schiedsrichter abpfeift, wenn das Spiel vermeintlich entschieden ist oder ihre Herzensmannschaft nicht schön genug spielt. Doch nun haben einige Zu-früh-Geher in Madrid eine bittere Lektion erteilt bekommen – wegen ihrer Ungeduld und Unzufriedenheit verpassten sie die entscheidenden Momente eines Champions-League-Abends, der sich dank seiner überraschenden Wendung zu einer magischen Nacht entwickeln sollte.

Weil sie angesichts von Real Madrids 0:1-Rückstand im Rückspiel des Halbfinales der Champions League gegen Manchester City offenbar nicht mehr ans Weiterkommen glaubten – und dann wenigstens nicht in der U-Bahn anstehen wollten – verließen zahlreiche Zuschauer das Bernabeu vorzeitig. Und sollten ihre Entscheidung bitter bereuen.

Denn das Spiel kippte auf kaum erklärbare Weise. Der eingewechselte Rodrygo egalisierte mit zwei Toren binnen kürzester Zeit (90./90.+1 Minute) die 3:4-Hinspielniederlage und erzwang doch noch die Verlängerung, in der schließlich Karim Benzema (95.) mit seinem Elfmetertor für den Siegtreffer und den Einzug ins Finale gegen den FC Liverpool am 28. Mai in Paris (21 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League) sorgen sollte.

Nachdem sie den Ausgleich wegen des aufbrausenden Jubels aus dem Stadion und der News im Ergebnisticker ihrer Handys mitbekommen hatten, wollten viele Fans doch wieder zurück ins Stadion – durften aber nicht, wie die spanische Zeitung „Marca“ mit Verweis auf eine entsprechende Regelung des Vereins berichtete.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link