Sogar Christian Streich gab für einen Moment das Feierbiest. Auf dem Rasen im Hamburger Volksparkstadion stand der Trainer des SC Freiburg allein vor den 6000 mitgereisten Fans und feierte den erstmaligen Einzug ins DFB-Pokal-Endspiel in Berlin. Das 3:1 beim Fußball-Zweitligaklub HSV im Halbfinale ist ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte, der eng mit dem Namen des 56-Jährigen verbunden ist. Und ein weiterer kann im Mai erreicht werden: die erstmalige Qualifikation für die Champions League.

Der SC Freiburg wird also erstmals in seiner Vereinsgeschichte ein DFB-Pokal-Endspiel bestreiten, zumindest im Profibereich. „Einige Jungen waren schon im A-Jugend-Finale“, sagte Streich dazu und ergänzte. „Wir sind dann da zu den Profis und haben zugeschaut, und es war toll. Ich habe da keine Bedenken, dass sie da nervös sind. Und wenn wir nicht gewinnen, waren wir immerhin in Berlin.“

Der HSV verpasste indes durch die Niederlage nicht nur sein siebtes Finale um den DFB-Pokal. Das Spiel gegen die Freiburger war auch die letzte Chance für die Mannschaft von Trainer Tim Walter, einer mäßigen Saison, in der dem aktuellen Zweitliga-Sechsten mit großer Wahrscheinlichkeit zum vierten Mal die Rückkehr in die Bundesliga nicht gelingt, noch etwas Glanz zu geben.

Wasserdusche für Streich

Dabei machte der SC Freiburg gegen den HSV deutlich, wie groß der Qualitätsunterschied zwischen der ersten und der zweiten Liga ist. Vorne effizient beim Ausnutzen der Chancen, hinten konsequent beim Verteidigen. Auch wenn die Hamburger es immer wieder mit spielerischen Mitteln versuchten und ihrem Stil treu blieben, die Freiburger agierten wie ein abgeklärtes Top-Team.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link