Am Tag vor seinem wohl wichtigsten Spiel als Trainer des FC Bayern München hat Julian Nagelsmann über Robert Lewandowski gesprochen. „Wenn du den Lewy in der Mannschaft hast, der diese Torgefahr hat, dann ist es immer ratsam, ihm viele Bälle zu geben, weil er einfach sehr viele Tore schießen kann“, sagte er in der Pressekonferenz vor dem Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen RB Salzburg – und sprach sofort das Hinspiel an (Endergebnis: 1:1), als sein Stürmer „viel Raum“ gehabt, aber „zu wenige Bälle“ bekommen habe.

„Das“, sagte Nagelsmann, „haben wir thematisiert, auch trainiert.“ Und wer die Worte des Trainers hörte und danach die Taten des Stürmers sah, musste auch für den anspruchsvollsten Wettbewerb im Fußball feststellen: Manchmal genügt es offenbar, Robert Lewandowski viele Bälle zu geben, weil er einfach sehr viele Tore schießen kann.

Am Dienstagabend hat Lewandowski, der Weltfußballer, zwischen der 12. und der 23. Minute das 1:0, 2:0 und 3:0 für den FC Bayern geschossen – und so den 7:1-Sieg über Salzburg eingeleitet. Das reichte, um ins Viertelfinale der Champions League vorzurücken. Das reichte aber eher nicht, um für die nächste Runde, die am 18. März ausgelost wird, seriös auf folgende Frage antworten zu können: Wie stuft man so einen Sieg nun ein?

„Es ist wichtig, dass unsere Form in dieser wichtigen Phase weiter nach oben geht“, sagte Lewandowski. So viel wie gegen Salzburg stand für sie in dieser Saison noch nicht auf dem Spiel. Und der Stürmer setzte den Standard. Er wurde in neun Minuten zweimal im Strafraum gefoult. Die Folge: Elfmeter, Treffer, Elfmeter, Treffer. Verwandelt von ihm selbst. Sein drittes Tor verdiente er sich dann, weil er den Ball, den Thomas Müller für ihn vorgelegt hatte, mit Eifer verfolgte – und den Pressschlag gegen den Salzburger Torhüter Philipp Köhn gewann.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link