Daichi Kamadas Auftritt beim torlosen 0:0 gegen Fürth? Eine ziemliche Katastrophe. Der 25 Jahre alte Japaner in Diensten der Frankfurter Eintracht war durchsetzungsschwach und deshalb weit von einem Torerfolg entfernt. Kamada, der es mit seiner starken Technik an guten Tagen viel besser kann, muss sich an diesem Donnerstag (21 Uhr) im Europa-League-Heimspiel gegen den Giganten FC Barcelona gewaltig steigern.

Und er wird es im Viertelfinale aller Voraussicht nach auch tun. Denn die Auftritte auf der großen europäischen Bühne sind seine Leidenschaft und seine Lieblingsspielorte. Vier Tore in acht Spielen stehen aktuell bisher in der Bilanz des Mittelfeldspielers. Insgesamt war Kamada in 24 Begegnungen zehnmal erfolgreich, hinzu kommen drei Vorlagen. Der Anpfiff in der Europa League ist für ihn oft der Startschuss zu guten Leistungen. Im zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb schlüpft Kamada gerne in die Königsrolle.

Wendig und leichtfüßig

Auch in der Bundesliga hat der Spielgestalter schon ansprechende Partien gezeigt. Er weiß zu glänzen, wenn ihm danach ist. Dann macht ihm mit seiner Wendigkeit und Leichtfüßigkeit kaum einer etwas vor. Nur gibt es bei ihm auch Begegnungen, in denen der Künstler in Kamada nicht zum Vorschein kommt. In denen dem Japaner kaum etwas gelingen mag. In denen er sich selbst im Weg zu stehen scheint. Kamadas Körpersprache signalisiert dann schnell dessen Resignation und Verzweiflung.

Bislang freute er sich im Bundesliga-Spielbetrieb über drei Treffer und zwei Vorlagen. Dafür brauchte der Regisseur aber 26 Spiele. Warum Kamadas Leistungskurve meist in der Europa League steil nach oben geht, vermögen die Verantwortlichen nicht zu sagen. Es könnte der Reiz sein, der von den magischen Frankfurter Europapokal-Abenden ausgeht.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link