Als alles vorbei war, als sich ein paar Meter entfernt die ersten Spieler des FC Bayern enttäuscht auf dem Rasen fallen ließen, griff Julian Nagelsmann erst einmal zur Flasche, zur Wasserflasche. Der Trainer nahm einen großen Schluck, ehe er sich von seinem Sitz auf dem Münchner Bank erhob und das tat, was an diesem Abend zu tun war. Dem Gegner aus Villarreal zu gratulieren, die eigenen Spieler aufzumuntern – und sich schon einmal ein paar Antworten auf Fragen zu überlegen, die unvermeidlich sind, wenn der deutsche Rekordmeister die zweite Titelchance der Saison vergeben hat.

Die Bayern sind wie im vergangenen Jahr im Viertelfinale der Champions League gescheitert, aber dieses Mal nicht an Paris Saint-Germain und damit einem Klub aus der europäischen Beletage, sondern am FC Villarreal, einem Kleinstadtverein ohne große Stars, der trotz des im Wettbewerb erworbenen Rufes, ein unbequemer Gegner zu sein, als Außenseiter galt. Nach dem 0:1 im Hinspiel schafften es die Münchner auch im zweiten Duell nicht, die Spanier zu bezwingen.

Das 1:1 in der erstmals seit Ende 2019 wieder bei einer Königsklassen-Partie ausverkauften Münchner Arena nannte Nagelsmann zwar „eines der besten Spiele der vergangenen Monate“. Aber er hatte keine Erklärung, warum es eine Mannschaft mit der Klasse des FC Bayern nicht gelang, mehr als dieses eine Tor von Robert Lewandowski in der 52. Minute zu erzielen.

Stattdessen fingen sich die Münchner kurz vor Schluss noch einen Gegentreffer durch Samu Chukwueze fing (88.), weil zunächst Gerard Moreno nicht genügend attackiert worden war und dann auch noch Alphonso Davies das Abseits aufhob. Eine Pointe ist, dass sowohl Chukwueze als auch Davies erst kurz davor eingewechselt worden waren.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link