Fußball-Hessenpokal der Alten Herren: SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach erwartet mit SG Hoechst classique das Topteam der deutschen Altherren-Rangliste.

Der aus Schmitten stammende Ex-Profi Thomas Brendel (rechts) wird am Samstag um 17 Uhr im Hessenpokal für die SG Hoechst classique in Wehrheim stürmen. foto: jf

Der aus Schmitten stammende Ex-Profi Thomas Brendel (rechts) wird am Samstag um 17 Uhr im Hessenpokal für die SG Hoechst classique in Wehrheim stürmen. foto: jf

WEHRHEIM – Auf einen echten Fußball-Leckerbissen dürfen sich die Fans im Hochtaunuskreis am Samstag in Wehrheim freuen: Um 17 Uhr erwarten die Alten Herren der Spielgemeinschaft Wehrheim/Pfaffenwiesbach auf der Sportanlage „Oberloh“ in der 1. Runde des Hessenpokalwettbewerbs 2021/22 mit der SG Hoechst classique nämlich den Titelverteidiger.

Dass die mit Ex-Profis gespickte Promi-Auswahl aus dem Frankfurter Stadtteil die Nummer 1 in Deutschland ist, kann man auf der deutschen Altherren-Rangliste (www.ah-fussballportal.de) nachlesen, wo die SG Hoechst classique in der aktuellen Statistik vom 12. Oktober 2021 mit 3645 Punkten vor dem FC Bayern München Ü 40 (3490), dem FC Bayern München Ü 50 (3310), Hannover 96 Ü 40 (2825) und dem FC Bayern München Ü 32 (2805) aufgelistet wird.

Die SG Hoechst classique tritt am Samstag übrigens bereits zum dritten Mal binnen 13 Wochen im Hochtaunuskreis an. Am 22. Juni erreichte sie in der Saison-Vorbereitung gegen die Kreisoberligamannschaft des FC Oberstedten ein 2:2-Unentschieden und am Abend des 2. Oktober hat sie sich ebenfalls auf der Gert-Ziegelmeier-Sportanlage in Oberstedten durch einen 4:2-Erfolg im Endspiel gegen den TSV Korbach den AH-Hessenpokal gesichert.

Neben dem ehemaligen Eintracht-Profi Alex Schur sind beim Landes-Finale zahlreiche Kicker zum Einsatz gekommen, die auch im Fußballkreis Hochtaunus ihre Spuren hinterlassen haben. Beispielsweise der in Schmitten aufgewachsene Thomas Brendel (45), der einst in der Oberliga für die Spvgg. 05 Bad Homburg stürmte. Heute ist er Trainer und Sportlicher Leiter beim Regionalligisten FSV Frankfurt und da die Bornheimer am Wochenende spielfrei sind, ist die Chance sehr groß, das Brendel am Samstag auf dem Oberloh stürmt.

Zum festen Kader der SG Hoechst classique gehören der frühere Mainzer Bundesligaspieler Michael Thurk und Enis Dzihic ebenso wie Frank Gerster, Branko Malesevic, Sven Müller, Damiano Demasi, Silvestro Petracca, Keeper Toni Eid, Spielertrainer Christian Balzer und Abwehr-Chef Tade Condic.

Die SG Hoechst classique ist mit sieben Starts Rekordteilnehmer beim Ü40-Cup des Deutschen Fußball-Bunds in Berlin und hat dort 2017 den Titel gewonnen. Zur Erfolgsgeschichte der 1987 gegründeten Truppe gehören unter anderem auch noch acht Hessenmeisterschaften, drei Hessenpokalsiege und drei süddeutsche Titel.

Besonders erwähnenswert ist die Summe von inzwischen mehr als 500000 (!) Euro, die das Promi-Team ehemaliger Fußballgrößen bei zahlreichen Anlässen zugunsten der Leberecht-Stiftung eingespielt hat. Alle Spieler gehen unentgeltlich ihrem Hobby nach und tragen alle Kosten selber.

Für die die Alten Herren der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach beginnt mit dem Hessenpokal-Spiel gegen die SG Hoechst classique am Samstag eine neue Ära. Nachdem die TSG Wehrheim und die TSG Pfaffenwiesbach 2014 eine Spielgemeinschaft für die Jugend eingegangen waren und ein Jahr später die Fusion der Senioren folgte, gibt es die SGWP im AH-Bereich nämlich erst seit dem 1. Juli diesen Jahres. Somit ist die Begegnung am Samstag, die unter Leitung von Rudolf Richter (TuS Steinfischbach) steht, die erste offizielle Partie dieser neuen Spielgemeinschaft.

Für den neuen Hessenpokal-Wettbewerb hatten sich die Alten Herren der TSG Wehrheim am 3. Oktober 2020 qualifiziert. Vor Jahresfrist war das Endspiel auf der Sportanlage „Am Oberloh“ gegen den FSV Friedrichsdorf abgebrochen worden, nachdem sich ein FSV-Spieler bei einem Zusammenprall schwer verletzt hatte. Friedrichsdorf verzichtete damals auf eine Neu-Ansetzung des Finales.

Quelle: Lauterbacher Anzeiger – Webseiten-Link