Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit großer Mehrheit den ehemaligen Staatssekretär Und Journalisten Bernd Neuendorf zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Präsident des Fußballverbandes Mittelrhein setzte sich in der ersten Kampfabstimmung um den Spitzenposten im DFB gegen Peter Peters, den langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Fußball Liga (DFL), durch.

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Neuendorf, der Kandidat der Amateure, entschied die geheime Abstimmung mit 193:50 der Stimmen klar für sich. Der deutliche Erfolg hatte sich schon im Vorfeld abgezeichnet. In einer starken Bewerbungsrede vor der Abstimmung trat Neuendorf schon wie der künftige Präsident auf. Das Motto seiner Präsidentschaft gab er da auch schon vor: „Die Welt hat sich geändert, wir müssen uns verändern.“

Er bekam von den Delegierten wohlwollenden Applaus, anders als Peters nach einer eher kraftlosen Rede. Er bekam nicht einmal alle Stimmen aus dem Profilager. Neuendorf bedankte sich nach seinem souveränen Wahlsieg für die „breite Zustimmung“ der Delegierten. „Ich werde diese Aufgabe mit großer Lust angehen.“

Spannung in Personalfragen sorgte auf dem DFB-Bundestag vor allem das Wahlduell zwischen Rainer Koch und Silke Sinning, der Herausforderin des langjährigen Präsidenten des bayerischen und süddeutschen Verbandes. Koch forderte die Delegierten in seiner Bewerbungsrede auf, ihn im Amt des DFB-Vizepräsidenten zu bestätigen – oder sich nicht an der Wahl zu beteiligen.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link