Die Fußball-Nationalmannschaft hat ihre Siegesserie unter Bundestrainer Hansi Flick fortgesetzt. Im Testspiel gegen Israel gelang der DFB-Auswahl am Samstag in Sinsheim ein 2:0 (2:0). Es war der achte Erfolg im achten Spiel seit Flicks Amtsantritt als Nachfolger von Joachim Löw. Die Tore für die überlegenen Gastgeber erzielten vor 25.600 Zuschauern die Chelsea-Profis Kai Havertz (36. Minute) und Timo Werner (45.+1). Thomas Müller traf kurz vor Schluss mit einem Foulelfmeter nur den Pfosten. Auf der Gegenseite parierte Kevin Trapp in der Nachspielzeit einen Strafstoß der Israelis.

Marc-André ter Stegen: Ein 45-Minuten-Einsatz für die Statistik. In seinem 28. Länderspiel benötigte der Barça-Profi die Torwart-Handschuhe nicht.

Thilo Kehrer: Der PSG-Profi spielt bei Flick immer – diesmal hinten rechts. Israels Torwart vereitelte sein erstes Länderspieltor (61.).

Jonathan Tah: Der Leverkusener gab in der Abwehr die Kommandos. Und er warf sich erfolgreich in einen Schuss des Hoffenheimers Dabbur (53.).

Nico Schlotterbeck: Beim Debüt gefiel der Freiburger im Spielaufbau, versuchte stets nach vorne zu verteidigen. Klasse Pass auf Werner (35.), anschließend auch auf Havertz. Verschuldete aber dann einen Strafstoß in der Nachspielzeit. Eine Unaufmerksamkeit, die ihn genauso ärgern wird wie den Bundestrainer.

David Raum: Der Hoffenheimer war links im Heimstadion ständig nach vorne unterwegs. Schlug viele Flanken, auch die Ecke zum 1:0. Aktivposten.

Julian Weigl: Beim DFB-Comeback nach sechs Jahren sicherte er als tiefer Sechser ab. Verteilte Bälle, Job-Erfüllung ohne Schnick-Schnack. Verlor einmal den Ball in der Vorwärtsbewegung, eröffnete so den Israelis die erste Chance des Spiels.

Ilkay Gündogan: Der Kapitän führte das Team 45 Minuten. Schoss einmal zu zentral. Seinen Freistoß verlängerte Werner zum 2:0 ins Tor.

Julian Draxler: Flick gibt dem Weltmeister von 2014 nochmal eine Chance. Technisch versiert, gut im Spiel. Erzielte fast das 3:0 (68.).

Kai Havertz: Der Chelsea-Profi wird zum Schlüsselspieler im WM-Jahr. Scheiterte erst am Torwart (29.), dann traf er mit dem Kopf (36.).

Jamal Musiala: Einziger Bayern-Profi in der Startelf. Gefiel mit einigen feinen Dribblings in den engen Räumen. Die Effektivität fehlte. Agierte in der zweiten Hälfte als Sechser, wie im Klub.

Timo Werner: Der Bundestrainer schenkt ihm Vertrauen – und der Chelsea-Stürmer macht, was von ihm erwartet wird: Sein Tor.

Kevin Trapp (ab 46. Minute): Ähnlich beschäftigungslos im Tor wie zuvor ter Stegen. In der Nachspielzeit hielt er dann einen Strafstoß von Yonatan Cohen.

Thomas Müller (ab 46.): Kam nach der Pause, übernahm die Kapitänsbinde und machte viele Wege. Und knallte einen Foulelfmeter an den Pfosten (89.).

Anton Stach (ab 64.): Der erstmals eingeladene Mainzer durfte gleich debütieren. Kam positionsgetreu für Weigl. Durfte sich 27 Minuten herantasten.

Christian Günter (ab 64.): Kam in der zweiten Hälfte für Raum. Offensiv nicht so wirkungsvoll. Wird links hart um einen WM-Platz kämpfen müssen.

Leroy Sané (ab 72.): Vor dem Klassiker in Holland war der Münchner nur als Teilzeitkraft im Einsatz. Heißlaufen muss er dann in Amsterdam.

Lukas Nmecha (ab 80.): Der Wolfsburger Mittelstürmer kam spät und holte im dritten Länderspiel noch den Elfmeter raus, den Müller verschoss.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link