Kevin Trapp: Verlebte gegen eine erschütternd schwache Hertha einen angenehmen Nachmittag. Den Schuss von Davie Selke konnte er nicht halten. Viel mehr war aus Trapps Sicht im Spiel nicht zu tun.

Tuta: Er hat es schon wieder gemacht. Saisontor Nummer drei – aus kurzer Distanz und mit voller Wucht. Defensiv war der Brasilianer kaum gefordert, also konnte er offensiv Akzente setzen, so wie bei seinem Treffer in der 48. Spielminute.

Martin Hinteregger: Stabiler, robuster Abwehrchef. Zeigte einige seiner bekannten Befreiungsschläge – und in der Vorbereitung zum 3:0 ganz viel Übersicht. Es war Hintereggers langer Flankenball, den Hertha-Keeper Marcel Lotka nur ungenügend klärte und den Jesper Lindström unbedrängt einschießen konnte.

Evan Ndicka: Hatte einen Blackout vor dem einzigen Tor der Berliner. Sein Anteil am souveränen Auswärtssieg war die Szene, als der Franzose mit dem Kopf auf Verteidigerkollege Tuta auflegte, der auf 2:0 erhöhte.

Djibril Sow: Der Reporterkollege vom Fernsehen hat Recht. Sow scheint wirklich einen Magnet im Schuh zu haben. Der Schweizer zieht die Bälle magisch an – und hat dann die Übersicht, sie im rechten Moment zum Nebenmann weiterzuspielen. Auf dem Höhepunkt seiner Frankfurter Schaffenskraft.

Kristijan Jakic: Gegen die Bayern gesperrt, gegen die Hertha wieder dabei. Mit gewohnten Tugenden wie Kampfkraft und Einsatzbereitschaft. Ein wirklicher Abräumer vor der Abwehrkette. Wobei: Gegen die taumelnden Berliner gab es kaum etwas abzuräumen.

Ansgar Knauff: Welch ein Tag für den Dortmunder Leihspieler im Frankfurter Dress. In der Startelf dabei – und dann auch noch Torschütze. Sein Kopfballtreffer zum 1:0 war von höchster Güteklasse.

Filip Kostic: Der Turbospieler kommt immer besser in Fahrt. Auf links konnte sich der Serbe fast nach Herzenslust austoben. Als er zum Führungstreffer auflegte, konnte er sogar ein paar Pirouetten drehen, bis der Ball perfekt vor seinem starken linken Fuß lag.

Daichi Kamada: Besser als in den Vorwochen. Über die Körpersprache des Japaners wurde an dieser Stelle schon häufiger geschrieben. Sie wird sich nicht ändern. Hatte gegen die Hertha einige Szenen, in denen seine gute Technik zum Tragen kam. Dass auch Rafael Borré ein Tor erzielte, war Kamadas Verdienst. Er hatte den Kolumbianer perfekt bedient.

Jesper Lindström: Hatte wie schon in den zurückliegenden Spielen ein, zwei prächtige Torgelegenheiten, die ungenutzt blieben. Doch dann klappte es. Mit ganz viel Gefühl und dem Blick für das freie Tor schoss der Däne aus 30 Metern zum 3:0 ein. Nach 72 Minuten durfte er sich ausruhen und mental schon einmal auf Sevilla vorbereiten.

Rafael Borré: Die Torflaute ist überwunden. Stark, wie der kleine Südamerikaner mit dem großen Einsatzwillen den Treffer zum 4:1 erzielte. Es war Saisontor Nummer sieben.

Jens Petter Hauge, Sam Lammers, Ajdin Hrustic, Timothy Chandler, Stefan Ilsanker: Mit mehr oder weniger kurzen Einsatzzeiten. Als schon alles entschieden war, brachte Trainer Oliver Glasner das Quartett von der 72. Minute an ins Spiel.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link