Die Tage der forschen Sprüche und des Imponiergehabes sind vorbei. Jetzt muss geliefert werden, denn zwei Gewinner, wie die Trainer Dirk Schuster und Guerino Capretti am Freitagabend noch suggerierten, wird es an diesem Dienstagabend (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga und bei Sat.1) der Entscheidung in Dresden nicht geben.

Da das ereignislose Relegationshinspiel zwischen dem Drittliga-Dritten ­1. FC Kaiserslautern und dem Zweitliga-Drittletzten Dynamo Dresden im Fritz-Walter-Stadion 0:0 endete und wie eine lauwarme Aufwärmrunde angemutet hatte, wird nun die bessere Strategie der Trainer und das im jeweiligen Kollektiv tiefer verankerte Selbstbewusstsein der Spieler über Wohl und Wehe dieses zum Fußballdrama taugenden Duells der Klassenkämpfer entscheiden.

Capretti noch sieglos

Der in Ostwestfalen aufgewachsene und sportlich sozialisierte Süditaliener Capretti muss, um am Ende zu reüssieren, endlich die Wege zum Ziel finden. Denn gewonnen hat der mit dem ostwestfälischen Klub SC Verl 2020 in die dritte Liga aufgestiegene und dort auf Anhieb als Tabellensiebter in der Premierensaison bestens angekommene 40 Jahre alte Fußballlehrer mit Dynamo noch keines seiner bisher elf Pflichtspiele.

Sieben Unentschieden und vier Niederlagen waren zu wenig, um dem tabellarischen Schlamassel zu entfliehen. Beim Blick auf die Resultate seines Teams knüpfte Capretti in Dresden an seine letzten Misserfolge in Verl an. Dort musste er im Februar nach fünf Spielen ohne Erfolgserlebnis gehen, weil sein Team einen Abstiegsplatz belegte.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link