Vor rund zehn Jahren, in einer Zeit also, als der FC Bayern München noch nicht immer deutscher Meister wurde und der 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga spielte, da gab es rund um den Betzenberg eine Art „Running Gag“. Aus dem bierseligen Nebel rund um das Fritz-Walter-Stadion stieg damals an Spieltagen des FCK regelmäßig das Gerücht auf, dass der verlorene Sohn des Klubs, Miroslav Klose, unmittelbar vor einer Rückkehr zu den Roten Teufeln stünde.

Das hatte er schließlich vor Jahren versprochen, als er von Kaiserslautern aus loszog, um die Fußballwelt zu erobern. Schnell fand sich dann auch jemand, der sicher bezeugen konnte, dass Klose seine Kinder bereits in einer der nahe liegenden Grundschulen angemeldet hatte. Ebenso schnell wurde das Gerücht Stadtgespräch. Gestimmt hat es nie. Kloses Rückkehr auf der Zielgeraden seiner Fußballerkarriere blieb aus.

Am Dienstag, in einer Zeit also, in der der FC Bayern immer deutscher Meister wird und der 1. FC Kaiserslautern in der dritten Liga spielt, ist das Gerücht wieder einmal aufgekommen. Zwar geht es längst nicht mehr um den Spieler Klose, sondern inzwischen um den Trainer. Doch die Spur schien heiß. Mehrere Medien berichteten, dass im Vorstand diskutiert wurde, Trainer Marco Antwerpen noch vor den Relegationsspielen zum Aufstieg in die zweite Liga gegen Dynamo Dresden durch Klose zu ersetzen. Wieder war die Aufregung rund groß, wieder machte die Erzählung schnell die Runde. Wieder handelte es sich aber um ein Märchen. Kloses Rückkehr bleibt auch auf der Startrampe seiner Trainerkarriere weiter aus.

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Doch wie das mit Märchen und Legenden manchmal so ist, hatte die Geschichte in diesem Fall einen wahren Kern. Denn tatsächlich trennte sich der Klub noch am Dienstagnachmittag von Coach Antwerpen. Dieser hatte den FCK zwar in der Vorsaison vor dem Absturz in die Regionalliga bewahrt und in diesem Jahr dank der bislang besten Spielzeit in Liga drei auf Rang drei geführt. Er hatte aber auch mit seiner Mannschaft die vergangenen drei Saisonspiele allesamt verloren und den möglichen direkten Aufstieg verspielt. Dazu gab es offenbar Spannungen in der Zusammenarbeit mit Sportchef Thomas Hengen.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link