Dynamo Kiew hat im ersten Pflichtspiel einer ukrainischen Fußball-Mannschaft seit Kriegsbeginn in der UEFA Youth League mitgespielt und ist ausgeschieden. In der rumänischen Hauptstadt Bukarest unterlag Dynamos U19 den Portugiesen von Sporting Lissabon im Achtelfinale mit 1:2 (0:2). Die Begegnung hätte ursprünglich am 2. März in Kiew stattfinden sollen, der russische Angriff eine Woche zuvor verhinderte eine Austragung.

Vor Anpfiff betraten die Dynamo-Spieler in Ukraine-Fahnen gehüllt den Rasen, es folgte eine Schweigeminute für die Opfer des Krieges. Zu den rund 2000 Zuschauern im Stadion Giulesti gehörten mehrere Spieler der ersten Dynamo-Mannschaft. Der Ligafußball in der Ukraine ruht derzeit. Der ukrainische Fußball-Rekordmeister will nun mit mehreren Benefizspielen gegen europäische Topklubs sein Heimatland unterstützen.

Zunächst steht am 12. April ein Spiel gegen den polnischen Meister Legia Warschau an. Bis Juni wollen die Ukrainer dann gegen Paris Saint-Germain, den FC Barcelona, AC Mailand, Ajax Amsterdam und den FC Basel spielen. Auch eine Partie gegen Borussia Dortmund ist geplant.

Spiele für den Frieden!

Das Team des rumänischen Trainers Mircea Lucescu bereitet sich in Bukarest auf die Partien vor, die unter dem Motto „Spiel für den Frieden! Stoppt den Krieg!“ stehen und von ukrainischen wie europäischen Sendern übertragen werden sollen. „Der Zweck dieser Spiele besteht darin, die internationale Gemeinschaft über den schrecklichen Krieg in der Ukraine zu informieren und Spenden zu sammeln, um die Ukrainer zu unterstützen, die unter dem Krieg mit dem russischen Aggressor gelitten haben“, hieß es auf der Internetseite von Dynamo.

Unterstützerinnen des ukrainischen Teams in Bukarest


Unterstützerinnen des ukrainischen Teams in Bukarest
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Bild: AP

Coach Lucescu schwor seine Mannschaft mit martialischen Worten auf die Spiele ein, wie die ukrainische Agentur Unian am Mittwoch meldete. „Wenn ukrainische Soldaten heldenhaft auf dem Schlachtfeld kämpfen, müsst Ihr es auf dem Fußballplatz tun. Zum Wohle der Ukraine und ihres Volkes“, zitierte der Verein den Trainer. Die Gegner würden keine Zugeständnisse machen. „Sie werden gegen Euch so kämpfen, als sei es ein offizielles Spiel in der Champions League“, sagte Lucescu.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link