Wer auf der Suche nach einem hochverdienten Sieg für die Eintracht ist: Mit dem 4:1 bei Hertha BSC wird man fündig. Ein Tag wie gemalt für die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner, die bei der desaströsen Hertha fast alles richtig gemacht hat. Nur ein paar Tore mehr hätten es noch sein können. 13 Gegentore in drei Spielen: Der selbsterklärte „Big City-Klub“, der eher als „Small Village-Variante“ daher kam, war der rechte Gegner zur rechten Zeit. Es stimmte schon, dass nach drei torlosen Niederlagen in Folge ein gewisser Druck auf der Eintracht lastete. Doch vom Anpfiff an war im Berliner Olympiastadion klar erkennbar, wer Herr im Hause war: die Eintracht.

Der Lohn waren die vier Tore, für die Ansgar Knauff (17. Spielminute), Tuta (48.), Jesper Lindström (56.) und Rafael Borré (63.) verantwortlich zeichneten. Dass Davie Selke für die Hertha traf (61.), war nichts weiter als eine Randnotiz. Trotz aller Deutlichkeit des Erfolgs gab es aber Grund für kleine Kritik. Geäußert wurde sie von Markus Krösche. „Man hat uns auch die Verunsicherung angemerkt. Wir können noch einige Dinge besser machen und wollen uns steigern. Wir haben noch sehr viel Arbeit“, sagte der Sportvorstand der Eintracht. „Aber natürlich war der Sieg wichtig für die Liga und das anstehende Spiel in Sevilla.“

Der Befreiungsschlag von Berlin als Knotenlöser für Sevilla und all das, was noch kommt. „Wir hätten mehr Tore machen können“, sagte ein sichtlich zufriedener Eintracht-Trainer Glasner. Mit kühlem Kopf und klaren Vorgaben hatte er seine Mannschaft auf das Duell beim stark abstiegsgefährdeten Tabellendrittletzten eingestimmt – und scheinbar genau einen der vielen Schwachpunkte der Hertha getroffen. „Wir haben vorher analysiert, dass am zweiten Pfosten vieles möglich ist. So ist das erste Tor entstanden, Ansgar hat schön in der Luft gestanden.“

Englische Woche mit spanischem Zungenschlag

Gegen die Hertha in dieser Verfassung war am Samstag vieles möglich. Zum Beispiel, dass es vier verschiedenen Eintracht-Profis gelungen ist, Tore zu erzielen. „Dies macht mich glücklich, dass alle Offensivspieler an Toren beteiligt waren“, sagte Glasner in der Rückschau auf den zweiten Rückrundensieg. Der Österreicher wusste: „Du kannst viel reden und Szenen zeigen, aber das Gefühl des Tores ist unersetzlich. 4:1 hier zu gewinnen, ist eine tolle Geschichte und wichtig für die zwei Englischen Wochen.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link