Der rote Teppich ist ausgerollt, die Bühne ist bereitet. Schon am Tag vor dem Tag der Tage hat man rund um das Abschlusstraining der beiden Vereine einen Eindruck davon gewinnen können, was los ist, wenn der große FC Barcelona beim deutschen Mittelklasseklub Eintracht Frankfurt spielt (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei RTL). Die Superlative überschlagen sich. Vom Jahrhundertspiel ist ebenso die Rede wie von der bedeutendsten Partie seit dem Landesmeisterfinale 1960 gegen Real Madrid. Jetzt also gibt es ihn wirklich: den Kracher zwischen der Eintracht und Barcelona, dem fünfmaligen Königsklassensieger. Dass es „nur“ das Viertelfinale in der Europa League ist – geschenkt.

Mehr als 300.000 Zuschauer wollten live dabei sein, wenn an diesem Donnerstagabend von 21 Uhr an unter Flutlicht in der mit 48.500 Besuchern seit Wochen ausverkauften Arena das Spiel der Spiele stattfindet. Mittendrin einer, der ganz spezielle Erinnerungen an Barcelona hat: Kevin Trapp. Der Torhüter ist der beste Akteur der Eintracht, seit Monaten in bestechender Form.

Schmerzliche Erfahrung

Und er ist neben Kapitän Sebastian Rode, 2015 im Dress des FC Bayern München im Champions-League-Halbfinale, der einzige Frankfurter Fußballprofi, der es schon einmal mit den Katalanen zu tun bekommen hat. Es war eine schmerzliche Erfahrung, die der mittlerweile 31 Jahre alte Nationaltorwart gemacht hat. Passiert war es damals als Angestellter von Paris St-Germain.

März 2017, Champions League, Achtelfinale. Mit einem guten Gefühl, dank des 4:0-Hinspielsiegs gegen Barça in die nächste K.-o.-Runde einzuziehen, erlebten Trapp und die anderen Pariser ihr Waterloo in Barcelona. 1:6, dabei drei Gegentore in den letzten acht Minuten – kaum jemand hatte dies für möglich gehalten.

Doch die furiosen und wie entfesselt auftrumpfenden Spanier warfen Trapp und PSG tatsächlich aus dem Wettbewerb. „Die schlimmste Niederlage meiner Karriere“, sagte Trapp damals. „Ich versuche es seit Jahren zu vergessen“, sagte er später einmal den vereinseigenen Medien der Eintracht. „Aber ich werde immer wieder daran erinnert, weil es leider eine historische Niederlage war.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link