Kevin Trapp: Vielbeschäftigter Mann. Rettete in überragender Ma­nier gegen Konrad Laimer, verlor nie die Übersicht in dem Chaos, das die emsigen Leipziger oft vor ihm an­richteten. Hatte neben vielen starken auch ein, zwei weniger gute Aktionen drin. Leitete mit einem verunglückten Klärungsversuch eine Großchance durch André Silva ein. Der Schuss von Simakan, den er an den Pfosten lenkte, wäre womöglich auch besser zu klären gewesen.

Tuta: Wurde von Dani Olmo, Christopher Nkunku und Silva extrem gefordert, hatte vor allem zu Beginn Probleme, steigerte sich aber.

Martin Hinteregger: Kratzte in höchster Not einen Kopfball von Silva von der Linie, eindeutiger Chef der Abwehrschlacht von Frankfurt.

Evan Ndicka: Kein einfacher Tag für den Verteidiger. Leipzigs Angreifer verlangten ihm alles ab, meistens bestand er aber die Prüfungen.

Ansgar Knauff: Überspielte mit ei­nem herrlichen Pass auf Lindström die Abwehr. In der zweiten Halbzeit scheiterte er knapp mit dem Versuch eines Lupfers. Musste sich ansonsten auf seiner Seite mit Angeliño abmühen, der oft nach vorn stieß. Machte seine Sache gegen den Spanier mal mehr und mal weniger gut.

Kristijan Jakic: Hatte wie Rode Schwerstarbeit im Zentrum zu verrichten, war aber besser in den Zweikämpfen als sein Nebenmann und half vor allem in der zweiten Halbzeit mit, den Leipziger Druck zu un­terbinden.

Sebastian Rode: Wurde von den Leipziger Offensivspielern immer wieder mit Tempo angelaufen und oft überspielt. In etlichen Zweikämpfen nur zweiter Sieger, holte kaum zweite Bälle in der gefährlichen Zone vor dem Strafraum und wurde zur Halbzeit ausgewechselt.

Daichi Kamada: Fand wenige Möglichkeiten für kreative Momente, half dagegen aber immer engagiert mit, die Leipziger Angriffe zu unterbinden. Meist unauffällig in seinen Ak­tionen.

Filip Kostic: Vor dem Serben und dessen Flanken hatte Leipzigs Trainer Domenico Tedesco eindringlich ge­warnt, aber Kostic kam gegen RB viel weniger als sonst dazu, seine Stärken einzubringen. War mit auffällig viel Defensivaufgaben beschäftigt, die er meist solide erfüllte.

Jesper Lindström: Sehr lauffreudig, aber glücklos. Wollte in der ersten Halbzeit auf Borré querlegen, anstatt selber zu schießen. Der Versuch blieb in der Abwehr hängen, was aus Frankfurter Sicht sehr ärgerlich war, weil die Eintracht über 90 Minuten keine bessere Gelegenheit mehr erhalten sollte. Wurde nach etwas mehr als einer Stunde ersetzt.

Rafael Borré: Kam in der ersten Halbzeit einmal einen Schritt zu spät, insgesamt glückte ihm nicht viel. Kam kaum in Abschlusssituationen, arbeitete aber sehr fleißig gegen den Ball.

Ajdin Hrustic: Half nach seiner Einwechslung mit, das Spiel zu stabilisieren. Leistete sich keinen einfachen Ballverlust, gewann wichtige Zweikämpfe in seiner Zone und versuchte, seine Mitspieler zu animieren, es ihm gleichzutun.

Jens Petter Hauge: Kam für Lind­ström und hätte beinahe das entscheidende Tor geschossen.

Christopher Lenz, Sam Lammers und Stefan Ilsanker wurden kurz vor dem Schlusspfiff eingewechselt.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link