Wenn Leon Balogun die größten Erfolge seiner sportlichen Karriere zusammenfassen sollte, kämen wohl folgende Ereignisse zusammen: der Bundesligaaufstieg mit dem SV Darmstadt 98 in der Saison 2014/15, der Gewinn der schottischen Meisterschaft mit den Glasgow Rangers im vorigen Jahr und die WM-Teilnahme mit Nigeria 2018.

Am Mittwochabend (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei RTL) soll ein Titel hinzukommen, der alles andere überstrahlt: In Sevilla will der 33-Jährige mit den Rangers das Finale der Europa League gewinnen. Gegen Eintracht Frankfurt.

„Das ist eine machbare Aufgabe“, sagt Balogun, was keineswegs despektierlich klingen soll. Der Innenverteidiger weiß um die Qualitäten des Bundesligaklubs. „Barcelona und West Ham haust du nicht einfach so raus“, sagt er. Und aus seiner Zeit beim FSV Mainz 05, für den von 2015 bis 2018 spielte, hat er die Eintracht als sehr körperbetont spielenden, unangenehmen Gegner in Erinnerung. „Gerade wenn es um was geht, tritt sie immer sehr geschlossen auf.“

Doch zum einen ist der in Berlin geborene Deutsch-Nigerianer überzeugt, dass seinem Trainer Giovanni van Bronckhorst die richtigen taktischen Kniffe einfallen werden. Zum anderen kann er die eigenen Erfolgsaussichten kaum defensiver formulieren als Spieler eines Klubs, dessen Fans die Devise „fear no foe“ – „fürchte keinen Feind“ – haben. Das klingt martialisch, aber nicht mehr und nicht weniger als eine solche Spielweise erwarten die Anhänger der Rangers von ihrer Mannschaft. Umgekehrt sind sie nicht minder bereit, alles für ihren Klub zu geben.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link