Jens Grahl: Vertrat den verletzten Kevin Trapp und konnte sich bei seinem ersten Bundesliga-Spiel seit sechs Jahren nicht über mangelnde Beschäftigung beschweren. An den Gegentoren schuldlos.

Evan Ndicka: Kam vor allem in der ersten Halbzeit zu selten in die Zweikämpfe und trat zu zögerlich auf. Musste oft hinterherlaufen, steigerte sich aber in der zweiten Halbzeit.

Martin Hinteregger: In Barcelona noch überschwänglich gefeiert, verlebte der Kapitän einen höchst unangenehmen Nachmittag in Berlin. Ließ sich vor dem ersten Gegentor zu leicht von Awoniyi abschütteln und blieb gegen den robusten Stürmer auch in der Folge oft zweiter Sieger. Konnte in vielen kritischen Momenten nie die Stabilität in die Hintermannschaft bringen, die es gegen Union gebraucht hätte.

Tuta: Hatte wie Ndicka viele Probleme, weil er von den schnellen Berlinern überlaufen wurde und insgesamt auch wenig Unterstützung auf seiner Seite erhielt.

Ajdin Hrustic: Im Spielaufbau quasi nicht existent und defensiv nicht in der Lage, die Berliner Angriffswellen zu brechen. Einer der schwächsten Frankfurter.

Kristijan Jakic: Wie sein Partner Hrustic im Zentrum überfordert. Verlor vor dem 0:2 im eigenen Strafraum den Ball, bekam aber auch kein Kommando von seinen Mitspielern in der Szene.

Timothy Chandler: Über seine Seite machte Union in der ersten Halbzeit viel Druck, so war der Deutsch-Amerikaner fast ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Zwischen ihm und seinem Hintermann Tuta klafften oft zu große Lücken, in die Union immer wieder gefährlich hineinstieß. War weitgehend überfordert und wurde nach knapp einer Stunde vom Feld genommen.

Filip Kostic: Wie auf der anderen Seite Chandler vor allem in der Rückwärtsbewegung gefordert, was ihm etliche Mühen abverlangte. Wurde ein ums andere Mal überlaufen. Seine ruhenden Bälle blieben wirkungslos.

Jens Petter Hauge: Als Spielgestalter mit viel zu vielen Auszeiten, konnte keine Gefahr kreieren oder die Berliner Abwehr beschäftigen. Keine Empfehlung für weitere Einsätze von Beginn an.

Jesper Lindström: Verdiente sich einen Pluspunkt als Fleißbienchen, als er einmal bis tief in die eigene Hälfte zurücklief, um für seine aufgerückten Mitspieler aus der Defensive zu retten. In seinem eigentlichen Betätigungsfeld weiter vorne gelang ihm aber kaum etwas.

Goncalo Paciencia: Ein gänzlich anderer Spielertyp als der bewegliche Borré, sollte vorn im Zentrum die Bälle festmachen, was ihm zu selten gelang, weil er kaum brauchbare Anspiele bekam. Bewegte sich für einen Zielspieler aber auch viel zu wenig.

Ragnar Ache: Ersetzte Lindström. Konnte keine Gefahr erzeugen.

Daichi Kamada: Kam für Hrustic. Auch von ihm ging kein neuer Schwung aus.

Ansgar Knauff: Durfte für Chandler ran. Brachte nicht mehr Tempo ins Spiel.

Christopher Lenz: Wurde für Kostic eingewechselt. Fand kaum ins Spiel.

Makoto Hasebe: Anstelle von Jakic im Spiel. Konnte nichts Nennenswertes mehr bewirken.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link