„Ich stinke ein bisschen nach Bier, aber nur das billige Zeug … noch“, sagte Niko Arnautis, Trainer der Eintracht-Frauen, breit grinsend. Er hatte sich kurz von den Feierlichkeiten an der Haupttribüne des inzwischen zuschauerleeren Stadions am Brentanobad entfernt. Hier hatte es eine halbe Stunde zuvor noch „Europacup, Europacup in diesem Jahr“ von den Rängen geschallt.

„Eintracht Frauen International“ war auf einem Banner auf der Gegengerade zu lesen, vor der die Eintracht-Spielerinnen freudetrunken hüpften. Aus dem feiernden Pulk an Fans stäubte rotes Konfetti auf. „Ich bin sprachlos“, sagte Kapitänin Tanja Pawollek über die Stadionlautsprecher und dankte den Fans: „Ihr habt uns unglaublich gepusht. Ohne euch hätten wir es nicht geschafft.“

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Zuvor hatten die Fußballspielerinnen von Eintracht Frankfurt ihr letztes Saisonspiel gegen Werder Bremen 4:0 (1:0) gewonnen und ihr Traumziel tatsächlich noch erreicht. In der kommenden Saison spielen sie wieder in der Champions League gegen die besten Mannschaften Europas. Sieben Spielzeiten hatte das Frankfurter Publikum darauf warten müssen. Und als der Verein letztmals in der Königinnenklasse antrat, hieß er noch 1. FFC Frankfurt.

Um dort hinzukommen, mussten die Frankfurterinnen auf der Zielgeraden der Saison Turbine Potsdam vom dritten Rang verdrängen. Beide Mannschaften waren mit 43 Punkten in den letzten Spieltag gegangen, das um neun Treffer schlechtere Torverhältnis sprach jedoch gegen die Eintracht. Weil die Frankfurterinnen aber gegen Werder gewannen und Turbine Potsdam zeitgleich beim Meisterschaftszweiten Bayern München mit 0:5 Toren unterging, geht die Eintracht in der kommenden Saison auf Europa-Tournee.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link