Die Polizei hat in einer Pressemitteilung zur vorläufigen Bilanz zum Empfang der Frankfurter Eintracht nach der Rückkehr vom Europa-League-Endspiel in Sevilla angedeutet, dass auch gegen Spieler des Europapokalsiegers ermittelt werde. Es geht dabei um den Einsatz von Pyrotechnik.

Im Rausch der Feierlichkeiten auf dem Römerberg und anderen Plätzen der Stadt wurden massiv und wiederholt Bengalos und Rauchtöpfe gezündet, teils flogen Feuerwerksraketen direkt in die Menschenmenge. Auch einige Eintracht-Spieler zündeten, auch bei der TV-Übertragung gut sichtbar, Leuchtfackeln auf dem Balkon. Dies taten sie just in dem Moment, als die Polizei mit Durchsagen die Fans eindringlich aufforderte, um das das Abbrennen zu unterlassen.

Die Polizei habe dies alles dokumentiert für eine nachfolgende, gesicherte Strafverfolgung. Eintracht-Vorstand Axel Hellmann sagte in einem TV-Interview sinngemäß, dass er Pyrotechnik nicht unbedingt gebraucht habe und den Einsatz nicht gut heiße.

Auch neben diesen Vorfällen gab es Geschehnisse, die die Bilanz trübten: Mit Ende der Veranstaltung wurden nach Angaben der Polizei Einsatzkräfte am Paulsplatz von einer größeren Gruppe gewaltsuchender Jugendlicher mit Glasflaschen und Reizgas angegriffen. Dabei seien auch Polizeibeamte verletzt worden. Daraufhin habe die Polizei den Paulsplatz geräumt. In diesem Zusammenhang wurden demnach einzelne Gewalttäter festgenommen. Von diesen Zwischenfällen abgesehen, habe sich die große Mehrheit der von der Polizei geschätzt rund 100.000 Eintracht-Fans friedlich verhalten und den historischen Sieg gebührend gefeiert.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link