Keine Interviews, kein Rampenlicht – Erling Haaland mied trotz seiner drei Treffer die Öffentlichkeit. Wortlos und mit gesenktem Kopf machte sich der Dortmunder Torjäger nach dem 3:4 (2:2) im kleinen Revierderby gegen den VfL Bochum auf den kurzen Weg von der Kabine zum bereitgestellten Auto und verließ das Stadion.

Seine Trauer über den Tod seines Berater Mino Raiola brachte er spät am Samstagabend mit einem emotionalen Abschiedspost zum Ausdruck. „Der Beste“, schrieb der Norweger bei Instagram zu einem roten Herz und zu einem Bild, das ihn sitzend neben dem stehenden und ebenfalls lächelnden Italiener zeigt.

Während der Partie hatte Raiolas Familie auf dem Twitter-Account des Spieleragenten die Nachricht von dessen Tod verbreitet. Als einer der ersten bekundete Alf-Inge Haaland der Familie sein Beileid. „Ruhe in Frieden. Der Beste“, schrieb der Vater des Dortmunder Profis, der zusammen mit Raiola Hauptakteur des seit Monaten anhaltenden Transferpokers um den Torjäger war.

Der südlich von Neapel geborene und in den Niederlanden aufgewachsene Raiola wurde nur 54 Jahre alt und war einer der mächtigsten und bei Vereinen gefürchteten Berater. Neben Haaland vertrat er auch Stars wie Zlatan Ibrahimovic und Weltmeister Paul Pogba. „Mino kämpfte bis zum Schluss mit der gleichen Kraft, die er schon in Verhandlungen gezeigt hatte, um seine Spieler zu verteidigen“, hieß es in der Todesnachricht. „Mino war Teil im Leben von so vielen Spielern und hat ein unvergessliches Kapitel der Geschichte des modernen Fußballs geschrieben.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link