Kaum noch jemand dürfte überrascht gewesen sein, als Borussia Dortmund und Manchester City am Dienstagnachmittag bekannt machten, was sich seit vielen Wochen abgezeichnet hatte. „Der Spieler Erling Haaland steht vor einem Wechsel von der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA zur Manchester City Football Club Limited“, verkündete der an der Börse notierte BVB im Format einer Ad-hoc-Mitteilung.

Eher als Abschiedsschmerz werden viele Dortmunder in diesem Moment ein Gefühl der Erleichterung empfunden haben, denn der Fall war während der vergangenen Monate zu einem anstrengenden Begleitgeräusch im Alltag des Bundesligateams geworden. Jetzt herrscht endlich Klarheit, und mancher Fan wird sogar ein klein wenig jubeln. Denn fast zeitgleich zur Haaland-Nachricht teilten die Dortmunder mit, dass Karim Adeyemi von RB Salzburg den Angriff verstärken wird. „Nach den Transfers von Niklas Süle und Nico Schlotterbeck bekommen wir in Karim Adeyemi einen weiteren sehr spannenden Spieler“, sagte Sebastian Kehl, der in einigen Wochen zum Sportdirektor der Dortmunder befördert werden wird.

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Kehl findet Adeyemis „Schnelligkeit und Torgefahr beeindruckend“, der deutsche Nationalspieler sei „mit gerade einmal 20 Jahren fußballerisch und athletisch schon sehr weit“ und verfüge über ein „enormes Entwicklungspotential“, erklärte der künftige Sportchef. Außerdem sei er seit seiner Kindheit Fan von Borussia Dortmund. „Als kleiner Junge war ich fasziniert vom schwarz-gelben Tempofußball“, erklärte Adeyemi, „deshalb stand für mich schnell fest, dass ich gerne zum BVB wechseln möchte.“

Gesamtvolumen von bis zu 300 Millionen Euro

So etwas muss in den Ohren aller Dortmunder viel sympathischer klingen als die permanenten Debatten über aberwitzige Millionensummen, die Haaland während seiner eher enttäuschenden Rückrunde begleiteten. Zwar hieß es in der Ad-hoc-Mitteilung zum Wechsel des norwegischen Superstars, dass „die vertraglichen Details (…) noch abzustimmen und zu dokumentieren“ seien, aber der große Rahmen ist längst ausgehandelt. Auch die sportärztlichen Untersuchungen, die Teil solch eines Millionendeals sind, wurden bereits durchgeführt. Am Montag war Haaland vom Trainingsbetrieb freigestellt worden, um sich in Brüssel von seinem künftigen Arbeitgeber durchchecken zu lassen.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link