Ein Liebling der Fans ist Ermin Bicakcic seit Jahren. Der 32 Jahre alte Bosnier, der „Eisen- Ermin“ gerufen wird, hat genau das verkörpert, was nicht nur die Anhänger der TSG 1899 Hoffenheim bei diesem Abwehrspieler als gewährleistet unterstellten: stete Hingabe, unbändigen Ehrgeiz, schonungslosen Einsatz und unzerstörbare Fitness.

Auf diese Weise verschaffte sich der Innenverteidiger in der Bundesliga Respekt und mehrte seine Beliebtheit als uneigennütziger Vorarbeiter seiner Mannschaft. Doch seit bald zwei Jahren war dieser bosnische Fußball-Nationalspieler nicht mehr an seinem Arbeitsplatz Stadion gesichtet worden.

Er, dessen Eltern die Heimat 1992 angesichts des Bosnienkriegs verließen und sich danach in Baden-Württemberg eine neue Existenz aufbauten, leidet noch heute an den Folgen seiner ersten schweren Verletzung im Profifußball: einem Kreuzbandriss, erlitten im Duell mit dem FC Bayern München am 27. September 2020.

Das damalige Spiel begann für ihn wie ein Festtag, da er mit einem Kopfball das 1:0 für seine Mannschaft erzielte. Was bis zum Ende ein Feiertag für die Hoffenheimer blieb, da die TSG den FCB mit 4:1 besiegte, hatte sich für Bicakcic zu einem Tag des Schreckens verwandelt. Die scheinbar unverwüstliche Kämpfernatur zog sich wenige Minuten nach dem unvergesslich schönen Moment, ein Tor gegen die Bayern erzielt zu haben, ohne Beteiligung eines Gegenspielers die schwere Verletzung zu.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link