Immerhin seinen Sarkasmus hatte Felix Magath nicht verloren. „Den Spaß suche ich noch. Den habe ich bisher heute nicht gefunden“, sagte der trotz der dritten Derby-Schmach in Serie gegen den 1. FC Union erstaunlich gefasst wirkende Trainer von Hertha BSC. Sein Kollege Urs Fischer hatte da gerade den Fun-Faktor des ziemlich einseitigen Hauptstadtduells in der Fußball-Bundesliga hervorgehoben.

Geschäftsführer Fredi Bobic war da schon dünnhäutiger. „Wir können uns ja nicht abmelden“, sagte er im ZDF zum Durchhaltewillen im Abstiegskampf. Was der als Retter engagierte Magath allerdings als Fazit des 1:4 (0:1) über seine eigene Mannschaft erzählte, war bestimmt nicht geeignet, die ohnehin schon aufgebrachten Fans zu besänftigen.

Die Eisernen sind so gut, dass die Hertha derzeit einfach keine Chance haben kann. Kapitulation vor dem Lokalrivalen – und das mitten im mühsamen Ringen um den Erstligaverbleib. „Gegen einen schwächeren Gegner hätten wir besser ausgesehen. Das war nicht so“, sagte Magath. Union habe das Spiel „von der Konstruktion her beherrscht“.

„Das macht uns allen kein Spaß“

Die erstmals seit der Pandemie ins Olympiastadion zurückgekehrten Ultras hatten ihr hartes Urteil mit einer bislang einmaligen Aktion schon gesprochen. Her mit den Trikots und zwar nicht als Souvenir, sondern als eine Art Textil-Skalp, hieß es in der Ostkurve. Maximilian Mittelstädt und seine Kollegen folgten der Fanorder so widerstandslos, wie sie sich zuvor dem Unioner Fußballwirbel hatten ergeben müssen.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link