Es ist nicht mal einen Monat her, dass Hasan Salihamidžić, der Sportvorstand des FC Bayern München, im Sky-Studio saß und über den Stürmer Robert Lewandowski sprach. In der immer aufgeregten Fußballwelt mit ihren immer aufgeregten Produzenten und Konsumenten sorgte damals die Eilmeldung für Extra-Aufregung, dass der Weltfußballer Lewandowski sich im Sommer dem FC Barcelona anschließen könnte – obwohl er bis einschließlich 30. Juni 2023 beim FC Bayern unter Vertrag steht. Und so führten der Moderator und Salihamidžić im Sky-Studio Dialog folgenden Dialog:

Moderator: „Ist es 2022 eine Option ihn abzugeben, wenn Barcelona Ablösesumme XY auf den Tisch legt?“

Salihamidžić: „Nein!“

Moderator: „Können Sie ausschließen?“

Salihamidžić: „Ja!“

Moderator: „Können Sie generell ausschließen, dass Lewandowski die Bayern 2022 verlässt?“

Salihamidžić: „Ja!“

Am Freitagmittag saß Julian Nagelsmann an der Säbener Straße in München – und sollte in der Pressekonferenz vor seinem letzten Saisonspiel am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) in Wolfsburg als Erstes über Robert Lewandowski sprechen. „Ich kann sagen, dass er sehr gut trainiert hat, sehr engagiert, auch ein paar gute Tore gemacht hat im Training, er wird morgen in der Startelf stehen.“ Und weil er wusste, dass der Fragesteller daran wohl nicht sonderlich war, fügte er noch an: „Alle anderen Dinge – die Haltung vom Klub, meine Haltung zu Robert, die vertragliche Situation, 30. Juni 2023 – sind bekannt. Über alle anderen Themen, die in Gesprächen stattfinden, gebe ich keine Auskunft.“

Am Abend davor hatte mehreren Meldungen für Aufregung gesorgt, wonach Lewandowski seinem Verein in der vergangenen Woche mitgeteilt hätte, dass er seinen Vertrag in München nicht verlängern wird. Was bedeuten würde: Wenn die Bayern nach David Alaba nicht den nächsten Führungsspieler ohne Ablösesumme verlieren wollen, müssten sie ihn in diesem Sommer verkaufen. Ein Szenario, das Sportvorstand Salihamidžić im April aber ausgeschlossen hat. Und so ist eigentlich nur eines sicher: Es wird weiter Aufregung um Robert Lewandowski geben.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link