Im Fußball-Hexenkessel von Villarreal hat sich ein phasenweise indisponierter FC Bayern eine große Champions-League-Panne geleistet. Beim 0:1 (0:1) am Mittwochabend hatte der deutsche Meister sogar noch jede Menge Glück, sonst wäre das Traum-Halbfinale gegen Jürgen Klopps FC Liverpool, der tags zuvor seine Pflichtaufgabe bei Benfica Lissabon mit 3:1 gelöst hatte, in noch weitere Ferne gerückt.

Im Rückspiel am kommenden Dienstag müssen die diesmal auch offensiv ideenlosen Münchner gegen den spanischen Europa-League-Sieger zwingend ihre Heimstärke ausspielen, um den drohenden Viertelfinal-K.o. doch noch abzuwenden. Der Niederländer Arnaut Danjuma versetzte die 23.500 Zuschauer mit seinem Tor in der achten Minute früh in Hochstimmung.

Großes Glück hatten die Bayern, dass ein Tor von Francis Coquelin nach Videobeweis wegen Abseits nicht anerkannt wurde (41.). Nach der Pause schoss Gerard Moreno an den Pfosten (53.). Erstmals nach viereinhalb Jahren verloren die zeitweise taumelnden Bayern wieder ein Auswärtsspiel in der Champions League – und wie beim 0:3 bei Paris Saint-Germain im September 2017 hieß der gegnerische Trainer wieder Unai Emery.

„Das sind die Wochen, auf die sich alle unsere Spieler freuen. Jetzt geht es darum, die Titel zu gewinnen. Jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel. Darauf arbeiten wir das ganze Jahr hin, so eine Situation zu haben“, hatte Bayerns Vorstandschef Oliver Kahn beim Streamingdienst DAZN seine Vorfreude auf die heißen Wochen ausgedrückt. Groß war der Spaßfaktor im engen Estadio de la Ceramica aber nur für die Gastgeber, denn der Außenseiter aus Villarreal erwies sich als der unangenehme Gegner. Kompakt stehend mit zwei Viererketten und dazu in der Offensive technisch gut ausgestattet, stellten die ganz in gelb spielenden Spanier den FC Bayern vor erhebliche Probleme.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link