Kein Bus, kein Billigflieger – die Reise zum Champions-League-Spiel nach Frankreich konnten Thomas Tuchel und die Mannschaft des FC Chelsea noch wie geplant antreten. Denn das Flugzeug hatten die Blues bereits gebucht, bevor die britische Regierung die harten Sanktionen gegen den Fußballklub und seinen russischen Inhaber Roman Abramowitsch verhängte.

Zukünftige Auswärtsfahrten wie zum Pokalspiel am Sonntag nach Middlesbrough werden erheblich erschwert. Doch vor dem Achtelfinal-Rückspiel beim OSC Lille an diesem Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN) hat Chelsea weitaus größere Probleme. Nicht weniger als die Zukunft des Vereins ist in Gefahr.

Nach dem 2:0-Hinspielerfolg zweifelt kaum jemand daran, dass die Blues am Mittwochabend ins Viertelfinale der Königsklasse einziehen. Die Frage, die sich viele Anhänger stellen, lautet eher, ob Chelsea auch in den kommenden Jahren in der Champions League vertreten sein wird. „Jeder weiß, dass es nicht leicht ist. Das Beste, was wir tun können, ist guten Fußball zu spielen. Alles ist härter für uns im Moment“, sagte Nationalspieler Kai Havertz am Dienstag: „Wir wissen, dass es eine komische Situation ist für alle im Klub.“

Der zum Verkauf stehende Klub darf derzeit weder Spieler verpflichten, noch verkaufen – und auch keine neuen Verträge aushandeln. Konten wurden eingefroren. Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs. Rein sportlich droht im Sommer der Abgang mehrerer Leistungsträger, deren Verträge auslaufen, darunter der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link