Pep Guardiola mag Überraschungen. Der Trainer von Manchester City denkt sich für besondere Fußballspiele bisweilen besondere Aufstellungen aus. Das ging schon mal gründlich schief. Im Champions-League-Finale im vergangenen Jahr etwa verzichtete Guardiola auf defensive Mittelfeldspieler – und verlor. Vor dem Topspiel der englischen Premier League am Sonntag gegen den FC Liverpool hatte er wieder eine erstaunliche Idee.

Wissen war nie wertvoller

Lesen Sie jetzt F+ 30 Tage kostenlos und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel auf FAZ.NET.

JETZT F+ LESEN



Tobias Rabe

Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

Kaum jemand hatte Gabriel Jesus in der Startelf erwartet. Der Brasilianer spielte in den vergangenen Monaten kaum. Sein bisher letztes Tor in der Liga erzielte er im September. Doch Guardiola setzte überraschend auf Jesus – und lag damit nicht falsch. Der Angreifer erzielte beim 2:2 des Spitzenreiters im Duell mit Verfolger Liverpool gar einen Treffer (37. Minute), als er eine Flanke unter die Torlatte schoss.

City liegt in der Tabelle sieben Spieltage vor Schluss weiter einen Punkt vor Liverpool. Das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze geht auf der Zielgeraden weiter, auch wenn Jürgen Klopp das Spiel beim TV-Sender Sky lieber mit einer anderen Sportart verglich: „Es war wild, wie ein Boxkampf. Sobald du beide Arme unten hattest, kam gleich ein harter Schlag.“

Davon musste seine Elf einige einstecken. Liverpool enttäuschte im vorab zum größten Spiel Europas hochstilisierten Duell in der ersten Halbzeit. Nach der frühen Führung durch Kevin de Bruyne (5.) nach einem abgefälschten Schuss an den Innenpfosten glich Diogo Jota (13.) nach einer cleveren Ablage von Trent Alexander-Arnold zwar aus.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link