Erste Anzeichen für das Ende der nunmehr 23 Jahre andauernden Partnerschaft hatte es schon im Oktober gegeben. Nun ist es offiziell: Das mit Abstand beliebteste Video-Fußballspiel heißt ab 2023 nicht mehr „FIFA“, sondern „EA Sports FC“, wie der amerikanische Videospieleanbieter Electronic Arts (EA) am Dienstagabend  mitteilte. Die Partnerschaft mit dem Fußballweltverband FIFA werde nicht verlängert. Das für diesen Herbst geplante „FIFA 2023“ wird somit vorerst das letzte Spiel aus dem Hause EA mit dem Namen des Verbandes sein.

Entsprechend werden Spieler künftig keine Weltmeisterschaften und anderen Turniere, an denen die FIFA die Rechte hält, spielen können. Ansonsten ändere sich EA zufolge nichts. Auch die exklusiven Partnerschaften mit nationalen Ligen wie der Bundesliga, der britischen Premier League, „La Liga“ aus Spanien oder der italienischen Serie A würden fortgeführt. Nutzer können folglich auch weiterhin mit den entsprechenden Teams in den jeweiligen Stadien spielen.

FIFA will eigenes Spiel anbieten

Wie die New York Times berichtet, soll die FIFA mindestens eine Verdopplung der sich bislang auf 150 Millionen Dollar belaufenden Lizenzgebühr gefordert haben. Finanzielle Fragen waren aber offenkundig nicht der einzige Grund für die Trennung. Zudem soll die FIFA darauf gepocht haben, ihre Marke parallel auch in anderen digitalen Plattformen und Spielen präsentieren zu können.

Der Verband sprach am Mittwoch von einer „Diversifizierung“ der Rechte. Ab 2024 will die FIFA nun ein eigenes Video-Spiel in Konkurrenz zu EA vermarkten. Hierfür spreche man mit Investoren und Spieleanbietern. Schon in diesem Jahr sollen in Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Qatar eigene Gaming-Angebote auf den Markt kommen. Das Spiel mit dem FIFA-Namen werde das „beste für Spieler und Fußball-Fans“ sein, wird FIFA-Präsident Gianni Infantino in einer Mitteilung zitiert.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link