Erst der Rekord, dann die Rückkehr. Am Mittwoch ging es bei der Eintracht Schlag auf Schlag. Um punkt acht Uhr morgens vermeldete der Klub, dass es endlich geschafft ist: 100.000 Mitglieder hat die Frankfurter Eintracht nun – und Präsident Peter Fischer ist stolz wie Bolle. Genau drei Stunden später dann die sportlich wichtigste Meldung des Tages: Martin Hinteregger hat kein Fieber mehr. Der Frankfurter Abwehrchef kann an diesem Donnerstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League sowie bei RTL) beim nächsten großen Spiel dabei sein.

Rückspiel im Halbfinale der Europa League, West Ham United aus der englischen Premier League zu Gast in der ausverkauften Arena im Frankfurter Stadtwald. Ein Spiel, das die Massen bewegt, eine Region elektrisiert – und für den Klub die ganz große Chance ist, nach dem 2:1 vor einer Woche in London tatsächlich das Ticket für den Sehnsuchtsort Sevilla zu lösen. Die andalusische Hauptstadt ist Ausrichter des Finales, die Eintracht kennt sich dort aus in Südspanien, wo sie schon im Achtelfinale bei Real Betis gespielt und gewonnen hat – und sie will dorthin zurück.

„Von der ersten Sekunde an spielen wir auf Sieg“, sagte Oliver Glasner gut 30 Stunden vor dem Anpfiff gegen West Ham. Der Trainer der Eintracht kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht mit dem entscheidenden K.-o.-Spiel gegen die Hammers. „Wir haben große Lust und große Freude“, sagte er – und der neben ihm auf dem Pressepodium in den Katakomben der Arena sitzende Sebastian Rode pflichtete seinem Trainer bei. „Das ist ein absolutes Highlight“, sagte der Kapitän und versprach: „Wir wollen alles geben und es schaffen, ins Finale zu kommen.“

Glasner: Eintracht spielt auf Sieg

Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Dank des vorzüglichen Ergebnisses aus dem Hinspiel reicht der Eintracht schon ein Unentschieden gegen West Ham. Darauf zu spielen verbietet sich aber für die Frankfurter, denn es ist viel zu gefährlich. Auch jetzt auf Sieg also, gab Glasner als Parole aus. Wie schon in all den vorangegangenen Begegnungen auch.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link