FIFA-Präsident Gianni Infantino und Hassan Al Thawadi, Organisationschef für das Turnier in Qatar

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Amnesty International dokumentiert horrende Zustände im Sicherheitsgewerbe auch bei FIFA-Turnieren. Das sagt nicht nur etwas über die Zustände beim WM-Gastgeber – sondern auch über die Rolle des Weltverbands.

Vor einer Woche hatte Hassan Al Thawadi seinen großen Auftritt beim Kongress des Internationalen Fußball-Verbands FIFA in Doha. Lise Klaveness, die Präsidentin des norwegischen Fußball-Verbandes, hatte zuvor kurz und bündig, aber klipp und klar dargelegt, was beim Auftakt in Qatars großes Fußball-Jahr eigentlich diskutiert gehörte: Menschenrechte – und was die FIFA besser machen kann.

Al Thawadi ist Vorsitzender des „Supreme Committee for Delivery and Legacy“, weil ein schlichtes Organisationskomitee für die kommende Weltmeisterschaft schon sprachlich ein paar Nummern zu klein wäre. Al Thawadis Auftritt war breitbeinig, seine Replik warf Klaveness und anderen Kritikern im Kern vor, mit den Vorwürfen das Prisma zu fokussieren, durch das der Westen den Nahen und Mittleren Osten „seit Jahren, Jahrzehnten, sogar Jahrhunderten“ sehe. Die Welt erlebe eine Ära, in der „das Vorurteil unangefochten herrscht“.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link