Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat im Kampf gegen die Super League einen ersten juristischen Erfolg erzielt. Das 17. Handelsgericht in Madrid hat am Mittwoch eine einstweilige Verfügung aufgehoben, wonach der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und dem Internationalen Fußball-Verband (FIFA) sowie deren angeschlossenen Verbänden und Ligen untersagt worden war, gegen die zwölf Gründungsmitglieder der im Frühjahr 2021 spektakulär gescheiterten Super League Sanktionsverfahren einzuleiten oder weiterzuführen.

Die noch verbliebenen drei Super-League-Klubs (Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin) waren gegen die Sanktionsdrohungen des europäischen Verbandes vor dem Madrider Handelsgericht vorgegangen.

Die UEFA fügte sich der ersten Entscheidung, stellte im September 2021 aber gleichzeitig einen Antrag auf Ablehnung des Richters, der bis dahin den Vorsitz geführt hatte.

Die UEFA vertrat die Ansicht, „dass es in diesem Verfahren erhebliche Unregelmäßigkeiten“ gegeben habe. Der Verband erwartete demnach, „dass der betreffende Richter sofort in den Ausstand tritt, bis dieser Antrag vollständig und ordnungsgemäß geprüft wurde“.

Die neue Richterin am Handelsgericht hat nun entgegen der Auffassung des in erster Instanz eingesetzten Richters „nicht den geringsten Beweis“ dafür gesehen, „dass die Androhung und Verhängung von Sanktionen gegen die drei verbleibenden Vereine die Unmöglichkeit der Durchführung des unabhängig finanzierten Projekts zur Folge hat“, wie es in der achtzehnseitigen Verfügung heißt, aus der verschiedene spanische Medien zitieren. Gegen die Entscheidung ist Berufung möglich. Unabhängig von dem Rechtsstreit in Spanien wird die Auseinandersetzung zwischen UEFA und den Initiatoren der Super League vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt. Mit einem Grundsatzurteil rechnen Experten im kommenden Jahr.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link