„Hansi Flick, DFB.“ Auch der Bundestrainer kam dem Wunsch des Moderators nach, kurz Name und Arbeitgeber zu nennen, damit alle im Bilde waren bei der Pressekonferenz der Fußball-Nationalmannschaft am Freitag. Falls sich jemand allerdings auch ein mehr oder weniger klares Bild von dem Team erhofft hatte, das er an diesem Samstag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Nations League und bei RTL) in Bologna gegen Italien aufs Feld schicken wird – damit konnte oder – besser – wollte der Bundestrainer nicht dienen.

Anders als bei vielen anderen Gelegenheiten hielt Flick sich in Personalfragen absolut bedeckt, er sprach von der „Qual der Wahl“ und davon, dass ihm auch die letzte Einheit am Vormittag keine Entscheidungshilfe gewesen sei. „Es sind so viele Positionen, das Abschlusstraining war für uns auch nicht besser, dass wir klarer sehen“, sagte er. Es war eine Botschaft, die sich nicht zuletzt nach innen richtete: Um jedem das Gefühl zu geben, er sei voll im Rennen um die Startplätze. „Das ist eine schöne Situation, die wir gerade haben“, sagte der Bundestrainer.

Mit dem Start in die Nations League, kann man sagen, beginnt Phase zwei von Flicks Mission. Nachdem er schneller, als zu erhoffen war, eine neue Spielidee und auch ein neues Selbstverständnis in den Köpfen verankerte, geht es nun um Wettkampftauglichkeit auf höchstem Niveau.

Ob dieser Test- und Ernstfall wirklich schon in Bologna eintritt oder doch erst am Dienstag in München gegen England, muss sich indes noch zeigen. Italien, das war in Flicks ersten Tagen ein Referenzmodell für mutigen Fußball, der von einem besonderen Miteinander getragen wird. „Wir alle waren Fans von diesem Teamgeist, den die Italiener ausgestrahlt haben“, sagte er.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link